Herausforderungen

Beispiel Bayern: Der Klimawandel und die Wirtschaft

Der Klimawandel wird zahlreiche Wirtschaftsbranchen in Bayern vor große Herausforderungen stellen. Gleichzeitig können die Klimaveränderungen aber auch neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen bedeuten, wie die Bayerische Landesbank (BayernLB) am Mittwoch mitteilte.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/red) - Die Bank bezieht sich dabei auf eine unter anderem zusammen mit der Universität Augsburg erstellte Studie.

Weil die Zahl heißer Sommertage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius deutlich zunehmen soll, erwartet die BayernLB eine deutliche Zunahme des Stromverbrauchs im Sommer wegen eines höheren Kühlbedarfs. Die Studie sieht deshalb Chancen für den Markt regenerativer Kühlungskonzepte und Klimaanlagen.

Das gute Wetter könne außerdem zu einer steigenden Nachfrage nach Solarzellen führen. In deren Produktion werde daher ein Rohstoffengpass beispielsweise bei Silber erwartet.

Da die Jahresdurchschnittstemperaturen in Bayern der Studie zufolge zwischen 1,1 und 1,8 Grad Celsius steigen werden, muss mit einem starken Rückgang alpiner Gletscher gerechnet werden. Regional könne das in Zukunft eine stärkere Hochwassergefahr bedeuten.

Während die Niederschlagsmengen im Sommer leicht zurückgehen sollen, sollen sie im Winter deutlich zunehmen. Starkniederschläge könnten kommunale Abwassersysteme überfordern, was höhere Investitionen ins Kanalnetz erforderte.

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