Dagegen!

BEE: Bundesweite Aktion für erneuerbare Energien und gegen neue Kernkraftwerke

Um den Klimaschutz und die Förderung erneuerbarer Energien stärker in den Mittelpunkt der Wahlkampf-Endphase zu rücken, haben der Bundesverband Erneuerbare Energie und die Initiative Neue Energie gestern eine Liste mit 75 000 Unterschriften gegen den Bau neuer Atomkraftwerke an Bundeskanzler Schröder übergeben.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat gestern in Bielefeld einen Aufruf für erneuerbare Energien und gegen neue Kernkraftwerke an Bundeskanzler Gerhard Schröder übergeben. Die Aktion geht auf die Initiative Neue Energie (I.N.E.) zurück, die innerhalb von nur vier Wochen in deutschen Städten bereits 75 000 Unterschriften sammeln konnte.

I.N.E.-Sprecher Ralf Fortströer: "Wir haben praktisch nur Zustimmung erfahren. Die Menschen wollen keine neuen Kernkraftwerke und auch nicht die Aufhebung der vereinbarten Laufzeitbregrenzung." Stattdessen werde der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert. Fortströer: "Der Wahlkampf hat leider gezeigt, dass sich dies noch nicht bei allen Politikern und Parteien durchgesetzt hat. Mit unserer Aktion haben wir erreicht, dass die Fragen Klimaschutz und erneuerbare Energien stärker in den Mittelpunkt gerückt wurden."

BEE-Präsident Johannes Lackmann unterstützt die Initiative: "Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist in Deutschland ein beispielloser Ausbau der regenerativen Energien erreicht worden. Dies darf heute nicht in Frage gestellt werden. Inzwischen werden bereits über acht Prozent des deutschen Stromes durch Wasser, Wind, Biomasse und Sonnenenergie erzeugt. Insgesamt sind 130 000 Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien geschaffen worden." Neben der Erhaltung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes müssten nach Ansicht des BEE in der nächsten Legislaturperiode verbesserte Rahmenbedingungen für regenerative Wärme und die Erzeugung biogener Treibstoffe geschaffen werden. Die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe sei dafür kurz vor der Wahl ein gutes Signal gewesen.

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