Koalitionsvertrag

BEE begrüßt Bekenntnis zu erneuerbaren Energien

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) zeigte sich erfreut über die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und das Vorhaben, ein Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien auf den Weg zu bringen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Deutschlands Energieversorgung wird auf Dauer nur sicher und kostengünstig sein, wenn der Anteil erneuerbarer Energien rasant gesteigert wird. Das betrifft gleichermaßen Strom, Wärme und Kraftstoffe", kommentierte BEE-Präsident Johannes Lackmann. Daher sei es konsequent, dass Union und SPD sich in den Koalitionsverhandlungen zu den Bereichen Umwelt und Wirtschaft auf ambitionierte Ziele für erneuerbare Energien verständigt haben.

Die von den Koalitionspartnern formulierte "Doppelstrategie zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie zum Ausbau erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe" sei eine der wichtigsten Herausforderungen der zukünftigen Regierung. Erfreulich sei auch das Bekenntnis zur "Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie". Hierin sei auch die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2050 auf 50 Prozent festgeschrieben.

Das Amt des designierten Umweltministers Sigmar Gabriel sei daher gleichzusetzen mit einem Innovationsminister, sagte BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke: "Deutschland hat in den vergangenen Jahren international gezeigt, wie man mit geringen Kosten maximale Erfolge beim Ausbau erneuerbarer Energien erzielen kann. Heute arbeiten bereits 150 000 Menschen in diesem Bereich und die deutsche Wirtschaft hat die technologische Marktführerschaft." Allein in diesem Jahr liege das Investitionsvolumen der deutschen Erneuerbare Energien-Branche bei 15 Milliarden Euro. Der Anteil erneuerbarer Energien beispielsweise am Stromverbrauch liegt zur Zeit bei über zehn Prozent.

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