Gewinne investieren

Beckstein wirbt für längere Laufzeiten von Kernkraftwerken

Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) pocht auf Korrekturen am geplanten Atomausstieg. Längere AKW-Laufzeiten seien für den Freistaat "existenziell notwendig". Zugleich wolle die CSU die Betreiber verpflichten, einen "wesentlichen Teil" ihrer daraus folgenden Gewinne unter anderem in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Beckstein verwies darauf, dass in Bayern rund 60 Prozent des Stroms aus Kernkraftwerken stammen. Zwar trete der Freistaat für erneuerbare Energien und mehr Energie-Effizienz ein. Zu längeren Laufzeiten von Kernkraftwerken gebe es aber keine sinnvolle Alternative, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur ddp.

Der Ministerpräsident äußerte sich zugleich optimistisch, dass die CSU bei der Landtagswahl am 28. September ihre absolute Mehrheit verteidigen kann. Die Stimmung im Wahlkampf sei sehr gut. Von den Bürgern werde offensichtlich erkannt, dass Bayern wegen einer erfolgreichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik eine bessere Position als andere Bundesländer habe.

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