Bei Stromausfall

Beck: Notfallkonzepte sollen weiter optimiert werden

Am 2. September war es in der Region Trier und in Teilen Luxemburgs zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Jetzt will das Land die Notfallkonzepte sowohl der Stromversorger als auch der öffentlichen Hand optimieren. Die Energieversorgungsunternehmen haben Unterstützung zugesichert.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Nach dem großflächigen Stromausfall in der Region Trier Anfang September will das Land nun die Notfallkonzepte sowohl der Stromversorger als auch der öffentlichen Hand optimieren. Die Energieversorgungsunternehmen hätten dazu am Montagabend bei einem Gespräch ihre umfassende Unterstützung zugesichert, teilte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) am Dienstag in Mainz mit.

Das Energieunternehmen RWE habe dabei mitgeteilt, es deute einiges darauf hin, dass der Stromausfall durch äußere Einwirkungen ausgelöst worden sei. Die RWE-Vertreter hätten zugesichert, die Ergebnisse der internen Untersuchung im Internet zugänglich zu machen. Beck unterstrich gleichzeitig, eine preiswerte und zugleich sichere Energieversorgung sei ein elementares Element der Daseinsvorsorge und besitze für die rheinland-pfälzische Energiepolitik einen hohen Stellenwert. Effizienzsteigerungen bei den Unternehmen dürften aber nicht zu Lasten der Sicherheit gehen, mahnte Beck. Auch bei einem stärkeren Wettbewerb auf dem Strommarkt dürfe die Energiesicherheit nicht in Frage gestellt werden.

Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP), der ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen hatte, regte ein gemeinsames Gespräch zu dieser Thematik an, um die Energieversorgungsunternehmen in den anstehenden Entscheidungsprozeß einzubinden.

Am 2. September war es in der Region Trier und in Teilen Luxemburgs zu einem großflächigen Stromausfall gekommen, der 540 000 Menschen zum Teil für mehrere Stunden ohne Strom zurückließ. Auslöser war nach Angaben der RWE zunächst der Ausfall einer 220 000-Volt-Leitung südlich von Trier, wodurch das Schutzgerät eine Parallelleitung wegen Überlastung abschaltete.

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