CO2-freies Kohlekraftwerk

Beck lobt brandenburgische Braunkohlestrategie

SPD-Chef Kurt Beck hat die Braunkohlestrategie Brandenburgs als wegweisend gelobt. Bei einem Besuch der weltweit ersten Pilotanlage für ein weitgehend CO2-freies Braunkohlekraftwerk im südbrandenburgischen Spremberg hob Beck die Notwendigkeit neuer Technologien für den weltweiten Klimaschutz hervor.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Spremberg (ddp-lbg/sm) - Außerdem äußerte er die Hoffnung, dass die neue Technik "in alle Welt exportiert werden" könne. Zugleich verwies der SPD-Chef auf die "Brückenfunktion der Kohle für einen vernünftigen Energiemix". Dafür müsse man aber auf dem neuesten Stand der Technik bleiben und parallel die regenerativen Energien weiterentwicklen.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) betonte, die Braunkohlestrategie reiche "weit über Brandenburg und Deutschland hinaus". Die Kohleenergie werde in diesem Jahrhundert eine sehr wichtige Rolle spielen. Daher sei es wichtig, fossile Brennstoffe "klimaverträglich zu machen". Er hoffe, dass die neue Technologie für Brandenburg zum Exportschlager werde.

In der Pilotanlage im Werk Schwarze Pumpe von Vattenfall Europe soll das beim Verbrennungsprozess anfallende Kohlendioxid zu mehr als 90 Prozent abgeschieden und für den Transport in einen Speicher in der Altmark in Sachsen-Anhalt weiterbehandelt werden. Geplant ist, die Anlage mit einer Leistung von 30 Megawatt am 9. September für eine vierjährige Forschungsphase in Betrieb zu nehmen. Bis spätestens 2015 will Vattenfall im brandenburgischen Jänschwalde ein Demonstrationskraftwert mit der neuen Technologie bauen.

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