Umsiedlung

Bebauungsplan für neues Heuersdorf genehmigt

Der sächsische Ort Heuersdorf bleibt weiterhin schwieriges Pflaster für die Mibrag, die die Kohle unter der Ortschaft fördern will. Zwar hat das Regierungspräsidium in Leipzig heute den Bebauungsplan für die Umsiedlung genehmigt, die 140 Heuersdorfer wehren sich aber weiterhin, den Ort wegen drohender Abbaggerung zu verlassen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/sm) - Das Regierungspräsidium Leipzig hat den Bebauungsplan für die Umsiedlung der Ortschaft Heuersdorf in die Nachbargemeinde Regis-Breitingen genehmigt. Damit seien die baurechtlichen Voraussetzungen für die Umsiedlung Heuersdorfs gegeben, teilte die Behörde am Montag in Leipzig mit.

Das Baugebiet "Am Wäldchen" biete auf 7,7 Hektar Platz für 35 Einzelgrundstücke sowie zwei Mehrfamilienhäuser. Die Siedlung solle in ihrer Aufteilung einem dörflichen Mischgebiet entsprechen und somit den Lebensgewohnheiten der Heuersdorfer entgegenkommen.

Bislang weigern sich knapp 140 Heuersdorfer, ihren Ort wegen der drohenden Abbaggerung zu verlassen. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) will die Kohle unter der Ortschaft fördern, um die rechtliche Möglichkeit einer Zwangsumsiedlung wird jedoch seit Jahren gestritten. Der Ort hat das erste so genannte Heuersdorf-Gesetz vor dem sächsischen Verfassungsgericht im Jahr 2000 zu Fall gebracht, gegen das zweite Gesetz steht ebenfalls eine Klage vor dem Gericht an.

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