BDI fordert ein marktwirtschaftlich ausgerichtetes Energiekonzept

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Energieausschuss des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) hat kürzlich mit Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller über die energiepolitischen Schwerpunkte und Vorhaben in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode diskutiert. Dr. Werner Marnette, Vorsitzender des Vorstandes der Norddeutsche Affinerie AG und neu gewählter Vorsitzender des BDI-Energieausschusses, monierte dabei, dass sich die Energiepolitik der Bundesregierung auf einem Kurs der schrittweisen Verteuerung der Energie befinde. Ursache hierfür seien neue Sonderlasten wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Kraft-Wärme-Kopplungssicherungs-Gesetz sowie die Stromsteuer. Durch diese Maßnahmen würden nahezu drei Viertel der durch die Liberalisierung erzielten Preissenkungen bei den Verbrauchern wieder aufgezehrt.


Der BDI forderte ein energiepolitisches Konzept, das klare und verlässliche Perspektiven aufzeige und den Unternehmen mehr Planungssicherheit gebe. Außerdem müsse eine Antwort auf die Frage gegeben werden, wie die vorgesehene Stilllegung von Kernkraftwerken bewältigt werde. Marnette appellierte an den Bundeswirtschaftsminister, bei der vorgesehenen Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung von einer Quotenregelung abzurücken und marktwirtschaftliche Instrumente einzusetzen.

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