Nicht ausreichend

BDI erwartet "blaues Wunder" beim Emissionshandel

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht Wachstum und Beschäftigung der deutschen Industrie gefährdet, wenn der Emissionshandel nach den Plänen von Umweltminister Trittin ausgestaltet wird. Das führe zu einer weiteren Erhöhung der Energiekosten.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Sollten die Staatssekretäre des Wirtschafts- und des Umweltministeriums sich in der Tat auf eine Gesamtsumme von 505 Millionen Tonnen Kohlendioxid für die Industrie geeinigt haben, ist dies ein erster Schritt, jedoch nur eine Seite der Medaille. Dies allein reicht noch nicht. Vielmehr kommt es auch entscheidend darauf an, wie der Allokationsplan im Einzelnen gestaltet wird", äußerte sich Dr. Carsten Kreklau, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, zur aktuellen Diskussion um die Ausgestaltung des Emissionshandels.

"Wer Reformen und Innovation antreiben will, darf nicht gleichzeitig Wachstum und Beschäftigung durch standortfeindliche Rahmenbedingungen unterminieren. Bei der Energie- und Umweltpolitik ist ein Konzept aus einem Guss unerlässlich", erklärte Kreklau weiter. Wenn der Emissionshandel nach den Vorstellungen Trittins gestaltet würde, führe dies zu einer weiteren Erhöhung der Energiekosten. Diese seien ohnehin durch andere umweltpolitische Instrumente wie die Ökosteuer, die Förderung der erneuerbaren Energien und die Kraft-Wärme-Kopplung bereits überdurchschnittlich stark gestiegen.

Die Erstellung des Nationalen Allokationsplans habe weitreichende Auswirkungen. Niemand könne diese genau vorhersagen. Eines könne man allerdings vorhersagen: "Wer jetzt die Industrie aus Deutschland vertreibt und auf grüne Wunder hofft, könnte am Ende ein blaues Wunder erleben", so Kreklau.

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