Investitionen geplant

BDEW: Wirtschaftskrise lässt Energieverbrauch sinken

Die deutsche Energiewirtschaft bekommt mit einem rückläufigen Industrieabsatz die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu spüren. Strom- und Gasverbrauch seien im ersten Quartal 2009 nach ersten Schätzungen um etwa fünf Prozent gesunken, so BDEW-Hauptgeschäftsführung Hildegard Müller.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp/red) - Auch das im Januar und Februar 2009 im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühlere Wetter habe den Rückgang nicht auffangen können. Gleichwohl seien in dieser "schwierigen wirtschaftlichen Situation" allein für dieses Jahr Investitionen von etwa 12,4 Milliarden Euro geplant.

Derzeit befänden sich 25 Kraftwerksprojekte mit einer Gesamtkapazität von rund 13.300 Megawatt im Bau. Bis 2018 sollen insgesamt 60 neue Kraftwerke mit einer Kapazität von 35.300 Megawatt in Betrieb gehen. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt den Angaben zufolge gut 50 Milliarden Euro.

Müller betonte, dass durch Investitionen in neue Kraftwerke der durchschnittliche Wirkungsgrad auf inzwischen 38,5 Prozent gesteigert worden sei. Sie fügte hinzu: "Das ist ein internationaler Spitzenwert." Um die Grundlast zu sichern, könne sich die Branche keinesfalls aus allen konventionellen Energieträgern verabschieden.

Wegen der Finanzmarktkrise sei es in den vergangenen Monaten auch in der Energiebranche schwieriger geworden, Fremdkapital für Investitionen zu beschaffen. Die Energieversorger müssten etwas höhere Finanzierungskosten für ihre Investitionen in Kauf nehmen. Gleichwohl investiere die Energiewirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen überdurchschnittlich, sagte Müller.

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