Fördermaximum überschritten

BdE rät: Auf steigende Ölpreise einstellen

Öl wird nicht knapp, aber sehr viel teurer - darauf weist der Bund der Energieverbraucher angesichts der steigenden Nachfrage bei zugleich sinkendem Angebot hin. Eine Absenkung der Energiesteuern lehnt man jedoch ab - vielmehr solle sich der Verbraucher zeitig auf die Situation einstellen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Rheinbreitbach (red) - Verbraucher sollten sich auf künftig "viel höhere" Benzin- und Ölpreise einstellen - darauf weist zumindest der Bund der Energieverbraucher hin.

Das weltweite Fördermaximum, erklärt der BdE, sei bereits überschritten, die Nachfrage jedoch steige weltweit stark an. Großbritannien als früherer Exporteur trete frage nun selbst am Weltmarkt Öl nach, da die Nordseeölfelder zur Neige gingen. Chinas Ölnachfrage steige ständig. Hingegen blieben alle Versuche zur Ausweitung der Förderung relativ erfolglos. Die Reserven der großen Ölfirmen reichten nur für sieben bis 13 Jahre, so der BdE.

"Öl wird nicht knapp, aber sehr teuer", warnt der Bund der Energieverbraucher deshalb - und daran könne auch die Regierung nichts ändern. Die Mineralölkonzerne und Spekulanten verdienten zwar kräftig mit, im Inland jedoch bleibe davon das Wenigste hängen.

Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher rät: "Je früher man sich darauf einstellt, umso einfacher können die Preissteigerungen verkraftet werden. Hausbesitzer sollten ihre Häuser möglichst rasch auf Niedrigenergiestandard bringen. Dies fördert die KfW durch zinsgünstige Darlehen. Autofahrer sollten rechtzeitig auf ein sparsames Auto und spritschonende Fahrweise umsteigen".

Vor einer Absenkung der Energiesteuern warnt der Bund der Energieverbraucher. Das sei der falsche Weg, da Steuerlöcher an anderen Stellen die Volkswirtschaft bremsen würden. Auch der Umstieg auf Gas sei keine Lösung, weil auch dort der Verbrauch seit Jahren die Neufunde übersteigen würde. Eine Verknappung sei bereits absehbar. Vielmehr solle der Staat durch höhere Energiesteuern den Strukturwandel zusätzlich beschleunigen; das bringe Deutschland einen Vorteil vor anderen Ländern und lasse neue Arbeitsplätze entstehen.

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