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Bayrische Stromversorger: Strompreise steigen wieder

Der Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) sieht einen Anstieg der Strompreise voraus. Grund sind nach Angaben der Vereinigung die Abgaben an den Staat.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) kündigte einen Strompreisanstieg für den Beginn des Jahres 2002 an. Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Deml begründete dies mit den steigenden politischen Kosten und einem sich konsolidierenden Strommarkt. Aus diesem Grund weigerten sich die traditionellen Stromversorger auch gegen den Vorwurf, den Wettbewerb zu behindern.

Herbert Dombrowsky, Mitglied des VBEW- Vorstandes, zeigte sich überzeugt davon, dass der Wettbewerb funktioniert. Die Anzeichen dafür sieht er in dem starken Preisverfall der letzten beiden Jahre, der konsequente Ausrichtung der Unternehmen in Richtung Kunden mit speziellen Angeboten und der Anzahl von im Wettbewerb neu entstandenen Kooperationen und Fusionen. Der Wettbewerb mache sich besonders bei den Großkunden bemerkbar. Allerdings hätte vor allem die Politik bislang preistreibend gewirkt, ergänzte Dr. Deml. Der staatliche Anteil am Strompreis, besonders durch die Ökosteuer, das Erneuerbare Energie Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz, betrage mittlerweile 40 Prozent.

Auch die Strombörsen hätten seit Februar 2001 einen kontinuierlichen Anstieg der Strompreise für das Jahr 2002 gezeigt. Unter dem großem Wettbewerbsdruck seien die Strompreise zum Teil unter die Erzeugungskosten gefallen. Jetzt konsolidiere sich der Markt langsam wieder, so dass auch die Kraftwerke wieder ihre Kosten erwirtschaften. Deml abschließend: "Den Verkauf zu Grenzkosten hält schließlich kein seriöser Produzent und Anbieter auf Dauer durch."

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