400 Millionen Euro

Bayrische Stromversorger bauen KWK-Anlagen

Insgesamt gibt es in Bayern etwa 2600 KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 3000 Megawatt. Mehr als 90 Prozent davon sind kleine Blockheizkraftwerke, die mit 17 Prozent zur Gesamtleistung beitragen. Die großen Heizkraftwerke machen einen Leistungsanteil von mehr als 50 Prozent aus.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Mit dem Bau von sieben größeren Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen hat Bayern eine Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen, meldet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Mehr als 400 Millionen Euro hätten allein die bayerischen Stromversorger in die Modernisierung von Gas- und Biomasseanlagen gesteckt.

"Dabei lohnen sich die Investitionen in KWK-Anlagen besondern in Stadtgebieten mit großer Versorgungsdichte und hoher Wärmeabnahme", erläuterte VBEW-Vorstand Ewald Geis. So seien in München, Nürnberg, Würzburg, Augsburg, Erlangen, Zolling und Rosenheim neue Gas- und Biomassekraftwerke entstanden.

Insgesamt gibt es in Bayern etwa 2600 KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 3000 Megawatt. Mehr als 90 Prozent davon sind laut VBEW kleine Blockheizkraftwerke. Sie tragen mit knapp 17 Prozent zur Gesamtleistung bei. Die großen Heizkraftwerke der Stromversorger machen einen Leistungsanteil von mehr als 50 Prozent aus, obwohl sie nur über zwei Prozent der Anlagen verfügen.

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