Bayernwerk reagiert auf Greenpeace-Aktion: Verdrehungen, Halbwahrheiten und falsche Behauptungen

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Behauptungen von Greenpeace (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier) hat der Münchner Energiekonzern Bayernwerk als "bunte Mischung aus Verdrehungen, Halbwahrheiten und falschen Behauptungen" bezeichnet. Im folgenden veröffentlichen wir die Bayernwerk-Pressemitteilung dazu.


Mit kostengünstigen Stromprodukten entspricht Bayernwerk erfolgreich den Anforderungen des Marktes und den Wünschen der Kunden eines liberalisierten Strommarktes. Geschäfte um jeden Preis gibt es mit Bayernwerk nicht. Für Sicherheit und Zuverlässigkeit der Kernkraftwerke werden Jahr für Jahr auch im Stromwettbewerb weiterhin hohe zweistellige Millionenbeträge investiert. Die Bayernwerk-Kernkraftwerke führen damit alljährlich die weltweiten Zuverlässigkeits-Listen an. So lange wir über derart zuverlässige und wirtschaftliche Anlagen verfügen, werden wir den größten Teil des von uns verkauften Stroms auch selbst erzeugen können. Diese Position haben wir auch wiederholt gegenüber der Bundesregierung vertreten.


Stromgeschäft wird zunehmend ein gesamteuropäisches Geschäft. Bayernwerk ist auch hier einer der wesentlichen Akteure. Deshalb werden schon traditionell gute Kontakte zu Unternehmen in europäischen Nachbarstaaten gepflegt - darunter zum tschechischen Verbundunternehmen CEZ. Die in diesem Zusammenhang von Greenpeace erhobenen Behauptungen, hier Strom zu Dumpingpreisen zu beziehen, entbehrt jeder Grundlage und ist energiewirtschaftlicher Unfug. Im Rahmen der europäischen Strom-Aktivitäten arbeitet Bayernwerk auch mit dem russischen Verbund-Unternehmen RAO "EES Rossii" zusammen. RAO betreibt große Kohle- und Gaskraftwerke, Wasserkraftwerke und wesentliche Teile des russischen Stromnetzes. Gemeinsam mit anderen europäischen Partnern untersucht Bayernwerk derzeit Möglichkeiten eines Stromaustausches zwischen dem russischen und den west- sowie südosteuropäischen Strommärkten. Gegenwärtig fehlen hierfür jedoch noch die netztechnischen Voraussetzungen: Die Netze zwischen den GUS-Staaten und Westeuropa sind getrennt. Ob ein Stromaustausch tatsächlich zustande kommt, wird abhängen von umfangreichen technischen und wirtschaftlichen Untersuchungen, die nicht vor 2001 abgeschlossen sein dürften. Ein Austausch wird neben einer wettbewerbsorientierten Verbreiterung der Beschaffungsoptionen auch dazu führen, dass in östlichen Partnerländern Einnahmen für die Weiterentwicklung der dortigen Erzeugungs- und Netzanlagen entstehen.

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