Bayernwerk: Gestiegener Stromabsatz - trotzdem Umsatzrückgang

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr als im Jahr davor hat der Münchner Energiekonzern Bayernwerk 1999 verkauft. Trotzdem sei das Konzernergebnis um 540 Millionen Mark auf 1,44 Milliarden Mark zurückgegangen, verkündete Bayernwerkchef Otto Majewski gestern. Auch die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um nahezu 1700 auf 16 000. Grund: Die Strompreise sind durch die Liberalisierung des Marktes gesunken.


Die Zahlen seien jedoch kein Grund zur Sorge, betonte Majewski. Man gehe "mit sehr viel Zuversicht" in die Fusion mit der Veba-Tochter PreussenElektra, die im Spätsommer abgeschlossen sein soll. Um die Vorgaben der EU-Kommission zu erfüllen, kündigte er an, dass sich beide Konzerne von ihren Veag-Anteilen trennen würden. Über die Aktivitäten des Bayernwerks urteilte Majewski durchweg positiv: Die Strommarktliberalisierung haben man "recht ordentlich" überstanden. Für jede an andere Wettbewerber abgegebene Kilowattstunde habe man acht neue gekauft. Mit den "Power-Produkten" konnten etwa 125 000 Kunden gewonnen werden. Und auch über das internationale Engagement zeigte sich Majewski zufrieden: Bayernwerk-Hungaria verantworte die Hälfte des ungarischen Strommarktes und auch in Tschechien und Italien laufe es gut.


Majewski äußerte sich auch zum Verlauf der Atomausstiegsgespräche. Diesen bezeichnete er als "positiv", da ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen sein. Er machte aber erneut deutlich, dass die Kernenergie nach wie vor mit mehr als 50 Prozent der Hauptenergieträger des Bayernwerks sei.

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