16 Prozent bis 2020

Bayern will erneuerbare Energien ausbauen

Bayern will den Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch bis 2020 auf 16 Prozent steigern. Dadurch verspricht sich Landwirtschaftsminister Brunner nicht nur Vorteile für den Klimaschutz, sondern auch wirtschaftliche Vorteile.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Augsburg (dapd-bay/red) - Der Anteil der Biomasse solle dabei in zehn Jahren bei acht Prozent liegen, sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) am Donnerstag bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse für erneuerbare Energien (Renexpo) in Augsburg. Schon jetzt liege der Anteil der Biomasse bei 7,3 Prozent.

Erheblichen Aufholbedarf gibt es Brunner zufolge dagegen bei den anderen erneuerbaren Energien. Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie und Geothermie erzeugten derzeit lediglich drei Prozent der für die Strom- und Wärmeerzeugung benötigten Energie. Auch ihr Anteil solle bis 2020 auf acht Prozent erhöht werden.

Von dem Ausbau der erneuerbaren Energien verspricht sich Brunner Vorteile für den Klimaschutz, Exportchancen für neue Technologien und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Zudem könnten sich Bauern durch die Nutzung von Biomasse zu Wärmedienstleistern entwickeln und dadurch zusätzliche Einkommensmöglichkeiten schaffen. Schon jetzt erhalte jeder siebte Haushalt im Freistaat Strom von Bauern. Der Freistaat förderte nach Angaben des Ministers den Anbau nachwachsender Rohstoffe seit 1990 mit 232 Millionen Euro, davon 192 Millionen Euro aus Landesmitteln.

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