Sauber!

Bayern: Stromerzeugung weitgehend kohlendioxidfrei

Die Stromerzeugung in Bayern erfolgt zu etwa 90 Prozent kohlendioxidfrei. Das teilten heute die bayrischen Energieversorger (VBEW) mit. Gründe für die "saubere" Stromerzeugung: Der sehr hohe Anteil von Kernenergie und Wasserkraft sowie effiziente Umweltschutzmaßnahmen in den konventionellen Kraftwerken.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

München (red) - Im Zuge der öffentlichen Diskussion über die Feinstaubbelastung der Luft, besonders in den Ballungszentren, stellte die Bayerische Elektrizitätswirtschaft nicht ohne Stolz fest, dass sie in Sachen Luftbelastung ihre Hausaufgaben mit sehr gutem Erfolg erledigt habe. Nicht nur der konsequente Ausbau der Wasserkraft sowie der Kernenergie hätten wesentlich dazu beigetragen, sondern auch die Milliardeninvestitionen für Umweltschutz in den konventionellen Kraftwerken. Die Kohle- und Öl-/Gaskraftwerke seien mit hoch effizienten Rauchgasreinigungsanlagen (Entschwefelung, Entstickung) ausgestattet bzw. nachgerüstet worden. Insbesondere der Anteil der bayerischen Kraftwerke an den Gesamtemissionen von Staub liege dank der hoch wirksamen Elektrofilter nur bei wenigen Prozent.

Während sich die Stromerzeugung in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdoppelt habe, seien die Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden und Kohlendioxid in Bayern drastisch verringert worden. Der Kohlendioxid-Ausstoß sei zwischen 1976 und 2002 halbiert worden, die Stickoxidmengen wurden auf weniger als ein Zehntel und der Schwefeldioxidausstoß auf weniger als ein Hundertstel gesenkt.

Noch deutlicher werde der Erfolg der bayerischen Stromwirtschaft bei der Luftreinhaltung, wenn man die Emissionen pro erzeugte Kilowattstunde betrachtet. Der Ausstoß von Kohlendioxid wurde von 563 auf 113 Gramm pro in Bayern erzeugter Kilowattstunde, die Stickoxide von 1,93 auf 0,08 Gramm pro Kilowattstunde und Schwefeldioxid von 10,9 auf 0,05 Gramm pro Kilowattstunde verringert.

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