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Bayern: Stromerzeugung aus Wasserkraft und Kernenergie gestiegen

In Bayern werden 17 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt, damit liegt der Freistaat bundesweit an der Spitze.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Stromerzeugung und -verbrauch in Bayern sind im Jahr 2000 erneut um etwas mehr als drei Prozent gestiegen. Dabei ist insbesondere der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung nach einer 20-prozentigen Steigerung im Jahr 1999 nochmals um etwas mehr als fünf Prozent auf 12 Milliarden Kilowattstunden gewachsen. Insgesamt haben die bayerischen Stromerzeuger knapp 12,5 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz eingespeist. Zusammen mit der Kernkraft wurden dadurch etwa 82 Prozent des Stroms ohne den Ausstoß von Kohlendioxid erzeugt. "Damit liegt Bayern bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an der Spitze der deutschen Bundesländer", bilanzierte Wilfried Wacker, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW).


17 Prozent des Stroms in Bayern werden aus erneuerbaren Energien erzeugt, 98 Prozent davon aus Wasserkraft. Der Bundesdurchschnitt liegt bei knapp sieben Prozent. Dabei wies Wacker auf die Bedeutung der Wasserkraft in Bayern hin. Den gestiegenen Wasserkraft-Anteil führte er auf einen leichten Kapazitätsausbau und auf reichliche Niederschläge zurück. "Die Wasserkraft muss auch künftig gefördert werden. Die Energieversorger fordern Rahmenbedingungen, die den Erhalt der Wasserkraft in dem bisherigem Umfang sicherstellen." In diesem Zusammenhang machte Wacker auf den steigenden Kohlendioxidausstoß aufmerksam, wenn, wie geplant, die Kernkraftwerke stillgelegt werden müssen. "Werden in Bayern alle Kernkraftwerke beispielsweise durch Stein- oder Braunkohlekraftwerke ersetzt, steigt der Kohlendioxidausstoß um etwa 50 Millionen Tonnen.


Als Hauptgrund für den gestiegen Stromverbrauch mit einem Plus von etwas mehr als drei Prozent in Bayern und 2,3 Prozent bundesweit nannte Wacker die gute Wirtschaftskonjunktur. Das Bruttoinlandsprodukt sei in Bayern um 4,5 Prozent gestiegen. Während die Wirtschaft für die gleiche Wertschöpfung immer weniger Strom verbrauche, gäbe es bei den privaten Haushalten eine leichte Tendenz zu steigendem Stromkonsum - trotz sinkendem Stromverbrauch der einzelnen Haushaltsgeräte. Als Grund nannte Wacker eine wachsende Zahl an Elektrogeräten, Kommunikationstechnologien und Haushalten.

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