Kaffee und kühle Getränke

Bayern: Hitze und Fußball steigern Stromverbrauch

Der Regionalversorger E.ON Bayern hat derzeit viel zu tun: Am vergangenen Samstag, als die deutsche Nationalmannschaft die Einstieg ins Viertelfinale der WM 2002 schaffte, liefen in Bayern nahezu 1,5 Millionen Fernsehgeräte. Insbesondere in der Halbzeitpause stieg der Stromverbrauch an. Und auch die Hitze sorgt für einen erhöhten Bedarf in diesen Tagen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft am vergangenen Samstag und die jahreszeitlich unübliche Hitzewelle haben sich auch auf den Stromverbrauch im Versorgungsgebiet von E.ON Bayern ausgewirkt.

War bei den WM-Spielen während der Werktage kein Mehrverbrauch messbar, erforderte die Übertragung des WM-Spiels Deutschland gegen Paraguay am vergangenen Samstag eine zusätzliche Stromleistung von über 200 Megawatt. Das entspricht einem Leistungsbedarf von nahezu 1,5 Millionen Fernsehgeräten. In der Halbzeitpause war nochmals eine zusätzliche Leistung von 150 Megawatt – mehr als das Spitzenlastkraftwerk Walchensee leistet - nötig, um beispielsweise Kaffeemaschinen am Laufen zu halten oder den Mehrverbrauch durch das Öffnen von Kühlschränken auszugleichen. Der "Pauseneffekt" nahm bis Spielende laufend ab. Der Stromverbrauch erreichte kurz nach Spielende das übliche Niveau.

Mehrleistung erfordert nach Aussage des Energiedienstleisters E.ON Bayern auch die gegenwärtige Hitzewelle. Die anhaltenden Temperaturen über 30 Grad Celsius sorgen für vermehrten Einsatz von Klimageräten und Ventilatoren. Auch Kühl- und Gefriergeräte springen häufiger an, um die Innentemperaturen konstant zu halten und den Mehrbedarf an gekühlten Getränken zu decken. Dadurch muss kontinuierlich eine zusätzliche Stromleistung von 200 bis 300 Megawatt bereitgestellt werden. Bei anhaltender Hitze steigt durch die zunehmende Erwärmung der Gebäude der wetterbedingte Strommehrverbrauch von Tag zu Tag an.

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