EU-Pläne

Bayern gegen Sozialisierung deutscher Gas-Vorratsspeicher

Bayern wehrt sich offenbar gegen Pläne der EU-Kommission, bei Versorgungsengpässen deutsche Gasspeicher für europäische Partnerländer zu öffnen. Erforderlich sei vielmehr, dass "alle Mitgliedstaaten über ausreichende eigene Gasspeicherkapazitäten verfügen, um mittelfristige Lieferkrisen überbrücken zu können".

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - In einem Schreiben der bayerischen Europaministerin Emilia Müller (CSU) an EU-Kommissar Andris Piebalgs, das dem "Münchner Merkur" vorliegt, heißt es: "Einer europäischen Sozialisierung der leistungsfähigen und allein von deutschen Gasverbrauchern über entsprechende Gaspreise finanzierten deutschen Gasspeicher erteilen wir eine klare Absage." Sie forderte die EU-Kommission auf, alle Mitgliedsländer zur Vorhaltung entsprechender Gasspeicherkapazitäten zu verpflichten.

Die EU-Kommission will dem Bericht zufolge am Mittwoch als Konsequenz aus der russisch-ukrainischen Gaskrise ein Energie-Papier vorlegen. Dem Vernehmen nach ist unter anderem geplant, 3,5 Milliarden Euro in das europäische Energieleitungsnetz zu investieren.

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