TSM

Bayerische Stromversorger machen Sicherheitscheck

Nach intensiver unternehmensinterner Vorbereitung bewerten mindestens zwei ausgebildete Prüfer technische Anlagen, Wartungskonzept, Sicherheitsvorkehrungen und Organisation, bevor sie dem Unternehmen eine TSM-Bestätigung ausstellen. Drei bayrische Energieversorger, darunter die REWAG, haben das bereits absolviert.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Um die technische Sicherheit im Stromnetz zu gewährleisten, machen immer mehr Stromversorger einen Sicherheitscheck nach den Regeln des technischen Sicherheitsmanagements (TSM). Drei bayerische Stromversorger haben sich bereits einer solchen Qualitätskontrolle unterworfen, meldet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW).

"In Zeiten hohen Kostendrucks und der Suche nach Effiziensteigerungen ist es um so wichtiger, zu wissen, dass Technik, betriebliche Abläufe und Sicherheitsvorkehrungen im Haus den aktuellen Standards entsprechen", erläuterte der Geschäftsführer der Licht-, Kraft- und Wasserwerke (LKW) Kitzingen Wolfgang Wick seine Motivation. Die LKW Kitzingen waren das erste Unternehmen in Bayern, das eine TSM-Prüfung durchgeführt hat. Die Stadtwerke Bad Tölz und die REWAG in Regensburg sind dem Beispiel Kitzingens bereits gefolgt.

Nach intensiver unternehmensinterner Vorbereitung bewerten mindestens zwei ausgebildete Prüfer technische Anlagen, Wartungskonzept, Sicherheitsvorkehrungen und Organisation, bevor sie dem Unternehmen eine TSM-Bestätigung ausstellen. "Da muss alles stimmen bis hin zur Stellvertreter-Regelung", erklärt Helmut Kammermeier, einer der offiziell ernannten Prüfer. Nach fünf Jahren muss die Prüfung erneuert werden.

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