Noch im Februar

Baustart für Anlandestation der Ostseepipeline in Kürze

In Lubmin beginnt am 18. Februar der Bau der Anlandestation der geplanten deutsch-russischen Ostseepipeline. Sie soll weitgehend automatisch betrieben werden. Die Bauarbeiten an der Pipeline selbst gehen offenbar recht zügig voran.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Lubmin (ddp/red) - Von der Station soll ab Herbst 2011 das erste Erdgas aus Russland über die Ostseepipeline-Anbindungsleitung (OPAL) zu deutschen und europäischen Kunden fließen, wie die Wingas GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Wintershall und Gazprom, am Montag in Kassel mitteilte.

Die Kosten für die Station belaufen sich auf mehr als 100 Millionen Euro. Die Station wird weitgehend automatisch betrieben. Für die Überwachung entstehen drei bis fünf feste Arbeitsplätze. Regelmäßig auszuführende Dienstleistungen, Reparaturen und Pflegearbeiten während der Betriebsphase sollen regional ausgeschrieben werden.

Durch den Verzicht auf den Bau einer Wartungsplattform in der Ostsee sollen von dem Terminal am Greifswalder Bodden zusätzliche Aufgaben übernommen werden. Unter anderem werden von dort aus auch Wartungsarbeiten durch sogenannte Molche ausgeführt, die für Kontrollfahrten in das Leitungsinnere geschleust werden.

Unterdessen gehen die Bauarbeiten an der 470 Kilometer langen OPAL zügig voran. Bislang sei auf einem Streckenabschnitt von 170 Kilometern Länge der Mutterboden für die Verlegung der angelieferten Rohre geräumt worden, sagte Wingas-Sprecher Nicholas Neu. Rund 40 Kilometer Trassenrohre seien inzwischen verschweißt und teilweise bereits verlegt worden.

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