Öko-Profil?!

Bause: Festhalten der CSU an Atomenergie verantwortungslos

Die bayerischen Grünen werfen der CSU vor, die Notwendigkeit eines Umsteuerns in der Energiepolitik nicht anerkennen zu wollen. Es sei verantwortungslos, Probleme auf diese Weise in die Zukunft zu verschieben, sagte Fraktionschefin Margarete Bause am Donnerstag bei der Fraktionsklausur in Augsburg.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Augsburg (ddp-bay/sm) - Die bayerischen Grünen lehnen die Forderung der CSU nach einer Neubewertung der Atomkraft strikt ab. Fraktionschefin Margarete Bause warf den Christsozialen am Donnerstag bei der Fraktionsklausur in Augsburg vor, die Notwendigkeit eines Umsteuerns in der Energiepolitik nicht anerkennen zu wollen. Es sei verantwortungslos, Probleme auf diese Weise in die Zukunft zu verschieben.

Die Ankündigung der CSU nach der Europawahl im vergangenen Jahr, ihr ökologisches Profil schärfen zu wollen, sei schon wieder dahin, merkte Bause an. Bei der Atomkraft gebe es keine neuen Fakten. Atomkraft könne auch deshalb nicht die Energie der Zukunft sein, weil auch die Uranvorkommen der Erde in wenigen Jahren erschöpft seien.

Nötig seien vielmehr der Ausbau alternativer Energiequellen, mehr Energieeffizienz und mehr Einsparungen, betonte Bause.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Harsche Kritik an hessischer Umweltministerin

    Die Opposition im hessischen Landtag hat Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) für ihre Energie- und Klimapolitik harsch kritisiert. Der Ministerin, die zuvor erneut eine "Vorfestlegung" in punkto Atomlaufzeiten strikt abgelehnt hatte, mangele es an einem konkreten Energiekonzept.

  • Hochspannungsmasten

    Stoiber und Glos werben für Gespräche über Kernenergie

    Es scheint, als würde die Debatte um den Ausstieg aus dem im Juni 2000 vereinbarten Atomausstieg vom Mangel an russischem Gas erst so richtig angefacht: Neben Wirtschaftsminister Glos forderte heute auch der bayrische Ministerpräsident "faire Gespräche". Die SPD bleibt allerdings weiterhin hart.

  • Strompreise

    EU-Grünbuch über Versorgungssicherheit zeigt strukturelle Schwächen der Energieversorgung

    Das Grünbuch der Europäischen Kommission zur Energieversorgungssicherheit steht erneut im Mittelpunkt der Diskussion. Aus der in den vergangenen Monaten geführten Debatte wurden jetzt Schlüsse gezogen. Dabei zeichnen sich zwei Schwerpunkte ab: Die Notwendigkeit einer stärkeren Diversifizierung der Energiequellen und die Entwicklung einer abgestimmten Energiepolitik.

Top