Nicht unbegrenzt

Bauminister verteidigt restriktivere Regeln für Windkraft in NRW

Rückständige Energiepolitik hin oder her - die schwarz-gelbe nordrhein-westfälische Landesregierung hat ihren neuen Windenergie-Erlass verteidigt. Die Nutzung der Windenergie werde auch weiter im Land möglich sein, aber eben nur noch da, wo es den Menschen nutze, sagte Landesbauminister Wittke.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die schwarz-gelbe Landesregierung hält ungeachtet anhaltender Kritik an ihren Plänen fest, den Bau von Windrädern im Land zu erschweren. Die Nutzung der Windenergie werde auch weiter im Land möglich sein, sagte Landesbauminister Oliver Wittke (CDU) im Düsseldorfer Landtag. Ihr Bau werde aber nicht mehr "nahezu unbegrenzt" möglich sein, sondern nur noch da, wo er den Menschen nutze.

Der Minister wies zugleich Kritik zurück, wonach die Pläne den Verlust von Arbeitsplätzen bedeuteten. Die Windenergiebranche werde auch ohne eine "Überförderung" Chancen haben. Sprecher von SPD und Grünen hatten die Pläne zuvor erneut angegriffen. Sie gefährdeten 10 000 Arbeitsplätze im Land, bekräftigte SPD-Energieexperte Andre Stinka den Vorwurf der Opposition. Zugleich werde ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung im Land geschwächt. Stinka sprach auch von einem "ideologischen Anrennen gegen Windmühlen".

Grünen-Fraktionsvize Reiner Priggen warf Schwarz-Gelb vor, eine Technik zu "verteufeln", die in den vergangenen Jahren eine hervorragende Entwicklung gehabt habe.

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