Baukosten senken: Erdgas-Wärmezentrale unterm Dach

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Eine besonders preiswerte Möglichkeit der Wärmeversorgung fürs Haus wird immer interessanter: die Erdgas-Wärmezentrale unterm Dach. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) hin. Bei Kohle und Öl ist die Aufstellung des Wärmeerzeugers im Keller durch die Brennstofflagerung vorgegeben. Bei Erdgas ist es dagegen durch den einfachen und kostengünstigen Energietransport innerhalb des Hauses und die entfallende Lagerung möglich, das Gerät für Heizung und Warmwasser unterm Dach aufzustellen.


Erdgas-Wärmezentralen unterm Dach bieten eine Reihe von technischen und wirtschaftlichen Vorteilen: So ist beispielsweise kein Schornstein notwendig, dadurch spart man Baukosten und gewinnt zusätzliche Nutzfläche (etwa 0,5 Quadratmeter pro Geschoss). Die Abgasabführung ist sehr einfach und kostengünstig und man gewinnt Platz im Keller. Hinzu kommen die bekannten Umweltvorteile des Erdgases: Von den fossilen Energieträgern hat es den geringsten Anteil an Kohlenstoff. So werden zum Beispiel bei der Verbrennung von Erdgas, bezogen auf gleichen Energiegehalt, 40 bis 50 Prozent weniger Kohlendioxid als bei der Verbrennung von Kohle und etwa 25 Prozent weniger Kohlendioxid als bei der Verbrennung von Heizöl ausgestoßen. Es verursacht zudem praktisch keine Emissionen an Schwefeldioxid und Staub.


Im Neubau können die erforderlichen Voraussetzungen von Beginn an planerisch berücksichtigt werden. Bereits beim Bau werden die entsprechenden Versorgungsanschlüsse in Dachbodennähe installiert. Im Altbau wird mit der Wärmezentrale unterm Dach eine eventuell erforderliche teure Sanierung des Schornsteins überflüssig. Ein alter stillgelegter Schornstein kann idealerweise als Schacht für den Heizungsvor- und -rücklauf, die Gasleitung oder wenn es sich um ein Brennwertgerät handelt, für die Kondenswasserableitung genutzt werden. Die zusätzliche statische Deckenbelastung ist in der Regel ohne Bedeutung. Trotzdem sollte bei größeren Anlagen und bestimmten Konstruktionen (zum Beispiel Holzbalkendecken) die Belastbarkeit des Dachbodens geprüft werden.

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