Potenziale und Perspektiven

Bauckhage startet "Initiative Brennstoffzelle Rheinland-Pfalz"

In Rheinland-Pfalz wurde gestern die "Initiative Brennstoffzelle Rheinland-Pfalz" gestartet. Das Projekt soll als Plattform für die rheinland-pfälzische Wirtschaft und als Referenz für die Brennstoffzelltechnologie insgesamt dienen. Zunächst soll ein Prototyp für die dezentrale Stromerzeugung aus Propan entwickelt werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) hat den Startschuss für die "Initiative Brennstoffzelle Rheinland-Pfalz" gegeben. Mit der auf drei Jahre angelegten Initiative soll ein Technologieprojekt zur dezentralen Stromerzeugung aus Propan realisiert werden, wie das Wirtschaftsministerium gestern mitteilte. Dazu stellt das Ministerium 360 000 Euro zur Verfügung.

Die Brennstoffzelle biete "hervorragende Potenziale und Perspektiven bei der Vermeidung von Schadstoffen und beim effizienten Energieeinsatz", sagte der Wirtschaftsminister am Dienstag in Mainz. Die Initiative werde dazu beitragen, dass auch die mittelständischen Unternehmen des Landes bei dieser Zukunftstechnologie dabei seien, fügte er hinzu.

Das Projekt soll als Plattform für die rheinland-pfälzische Wirtschaft und als Referenz für die Brennstoffzelltechnologie insgesamt dienen. Zunächst sollen der Umwelt-Campus der Fachhochschule Trier, die Fachhochschule Bingen und das Institut für Mikrotechnik Mainz (IMM) gemeinsam einen Prototyp für die dezentrale Stromerzeugung aus Propan entwickeln. Dieser solle dann in mittelständischen Firmen serientauglich gemacht werden. In dieser Nische können sich nach Ansicht des Ministeriums auch zahlreiche rheinland-pfälzische Unternehmen als Zulieferer einbringen.

Die Initiative ermögliche es, die Eignung der von den Unternehmen im Land entwickelten Systemkomponenten in der Praxis zu zeigen und Synergien zu realisieren, sagte Bauckhage. Solche Komponenten könnten dann mit geringen Änderungen künftig auch für Hausenergiesysteme und automobile Brennstoffzellenantriebe angeboten werden. Bauckhage hofft, dass die rheinland-pfälzische Wirtschaft auf diesem Weg einen größeren Marktanteil bei dieser Schlüsseltechnologie erschließen kann.

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