Nicht mehr zeitgemäß

Bauckhage fordert Verbot der Ölpreisbindung für Gas

Es sei nicht mehr zeitgemäß, den Gaspreis an den Ölpreis zu koppeln, sagte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage gestern in Mainz und forderte ein gesetzliches Verbot der Ölpreisbindung für Gas. Er hat daher einen Brief an die Parteivorsitzenden von CDU und SPD geschrieben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) fordert ein gesetzliches Verbot der so genannten Ölpreisbindung für Gas. Es sei "nicht mehr zeitgemäß, den Gaspreis an den Ölpreis zu koppeln", sagte Bauckhage am Donnerstag in Mainz.

Dies treibe die Gaspreise für die Verbraucher unnötig in die Höhe. In einem Schreiben an die Verhandlungspartner für eine große Koalition in Berlin forderte Bauckhage deshalb, ein solches Preisbindungsverbot in ihre Verhandlungen mit aufzunehmen.

Es bestehe dringender Handlungsbedarf. Die Koalitionsverhandlungen böten einen geeigneten Rahmen, sich auf entsprechende gesetzliche Maßnahmen zu verständigen, heißt es laut Wirtschaftsministerium in dem Brief Bauckhages an die Parteivorsitzenden von CDU und SPD, Angela Merkel und Franz Müntefering, sowie an den CSU-Landesgruppenchef und designierten Wirtschaftsminister, Michael Glos.

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