Bürgerinitiative

Bau eines 800-MegaWatt-Kohlekraftwerks verhindert

Bei Stade in Schleswig-Holstein wurde von dem Bau eines Kohlekraftwerks mit der Leistung von 800 Megawatt abgesehen. Der französische GDF Suez habe die Pläne aufgegeben, wie die Umweltschutzorganisation Klima-Allianz mitteilt. Grund seien mehrere Bürgerinitiativen, die sich dagegen offenbar erfolgreich gewehrt haben.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Stade (red) - Wie die französische GDF Suez gestern bekannt gab, hat sie die Planung für ein 800 Megawatt Kohlekraftwerk in Stade aufgegeben. Unterstützt von dem bundesweiten Bündnis die Klima-Allianz, hatten sich auf beiden Elbseiten Bürgerinitiativen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein erfolgreich gegen den Bau des Kohlekraftwerkes gewehrt.

Erneuerbare Energien statt Kohlekraft

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat erst vor wenigen Tagen das Ziel bekräftigt, bis 2050 Deutschlands Energieversorgung nahezu komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Doch dieses Ziel werde mit dem Bau neuer Kohlekraftwerke verhindert, weil sie dem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien entgegen stünden, so Tina Löffelsend, Mitglied im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

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