6,5 MW elektrische Leistung

Bau des Biomasse-Heizkraftwerks in Neustrelitz hat begonnen

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Wolfgang Methling hat am Mittwoch den Grundstein für das Biomasse-Heizkraftwerk in Neustrelitz gelegt. Die Anlage soll ausschließlich mit Waldrestholz betrieben werden. Die Holzlieferung hat einen jährlichen Umfang von 85.230 Tonnen, der Großteil kommt aus Polen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Neustrelitz (red) - Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling hat am Mittwoch in Neustrelitz den Grundstein für das dortige Biomasse-Heizkraftwerk (BHKW) gelegt.

Im Rahmen der Grundsteinlegung bezeichnete Methling das Projekt als beispielhaft dafür, wie der Energieträger Holz optimal und kohlendioxidneutral in Strom und Wärme umgewandelt werde. Damit gelinge es, die Energieversorgung unabhängig zu machen von Erdöl und Erdgas und deren unkalkulierbaren Preisentwicklungen. "Die Stadt Neustrelitz demonstriert mit diesem Projekt eine ökologisch sinnvolle Verwertung von Waldrestholz und schafft gleichzeitig eine langfristig preisstabile Wärmeversorgung für die angeschlossenen Stadtteile", so der Umweltminister.

Die Stadtwerke Neustrelitz betreiben derzeit ein Gas- und Dampfkraftwerk (GuD-Kraftwerk) zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie zwei Heizhäuser, mit denen über ein Fernwärmeverbundnetz die Gebiete "Innenstadt", "Kiefernheide" und "Woldegker Chaussee" versorgt werden. Das neue BHKW, dass vom Umweltministerium mit 2 Millionen Euro gefördert wurde, soll mit einer Wärmeleistung von 18 Megawatt (MW) und einer elektrischen Leistung von 6,5 MW zukünftig die Wärmeversorgung im Grundlastbereich des Verbundnetzes abdecken. Die Wirtschaftlichkeit des BHKW wird durch die kontinuierliche Wärmeabnahme gewährleistet. Die Anlage soll ausschließlich mit Waldrestholz betrieben werden. Die Holzlieferung hat einen jährlichen Umfang von 85.230 Tonnen und wird über langfristige Verträge mit polnischen Partnern (70 Prozent) und aus Brandenburg (30 Prozent) gesichert.

In seinem Grußwort verlieh der Minister seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Bemühungen um einen einheimischen Holzlieferanten erfolgreich sein würden. Aus ökologischer Sicht wäre das BHKW damit "die Idealvariante einer Fernwärmeversorgung". Erreiche die Anlage im Dauerbetrieb die angestrebten Parameter, so werde das Vorhaben beispielgebend über Mecklenburg-Vorpommern hinaus sein.

Das Umweltministerium unterstützt seit Jahren Maßnahmen und Projekte zur CO2-Reduzierung. Seit 1997 wurden dafür 16 Millionen Euro Fördermittel ausgereicht, die im Land Investitionen für Klimaschutzvorhaben im Wert von etwa 40 Millionen Euro ausgelöst haben.

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