Erfolgreich weiter entwickeln

BASF will Unabhängigkeit von VNG erhalten

BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht will am Engagement beim ostdeutschen Gasversorger Verbundnetz Gas (VNG) festhalten. "Die BASF wird über die Wintershall alles tun, damit sich die VNG erfolgreich weiter entwickelt", sagte er der "Leipziger Volkszeitung". "Dazu zählt auch eine ausgewogene Aktionärsstruktur."

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Leipzig (ddp/red) - Die BASF ist über ihre Tochter Wintershall mit knapp 16 Prozent an VNG beteiligt. Der russische BASF-Partner Gazprom hatte jüngst angekündigt, seinen Anteil an der VNG zu erhöhen. Zusammen kämen beide dann auf eine Sperrminorität. Auch mehrere ostdeutsche Kommunen sind mit zusammen mehr als 25 Prozent beteiligt. Damit könnten beide die Bestrebungen des Energiekonzerns EnBW durchkreuzen, der mit 48 Prozent einsteigen und das Leipziger Unternehmen dann über einen Konsortialvertrag an den Konzern binden will, schreibt die Zeitung.

"Die VNG ist für uns ein wichtiges Investment", sagte Hambrecht. "Deshalb sind wir an dem Ausbau der Beziehungen interessiert und wollen alles tun, damit sie in Zukunft weiter erfolgreich ist. Unsere Beteiligung an der VNG sehen wir als eine sehr wichtige Partnerschaft."

Hambrecht erklärte zudem, dass er die Energiesparte des weltgrößten Chemiekonzerns zusammen mit der russischen Gazprom stärken will. "Wir sind immer daran interessiert, mit Gazprom neue Dinge anzupacken, und da fällt uns auch noch einiges ein", sagte Hambrecht. Für ihn sei es besonders interessant, die gemeinsamen Förderungsaktivitäten mit dem russischen Konzern auszubauen.

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