Stadtwerke Lemgo über BHF-Bank

Bankkunden handeln Emissionsrechte direkt an der EEX

Mittlerweile sind 98 Teilnehmer für Geschäfte in diesen EU Allowances technisch freigeschaltet. Am Freitag mit 18,15 Euro pro Emissionsrecht ein neuer Rekordpreis erreicht. Der bislang niedrigste Kurs wurde am 9. März mit 10,40 Euro festgestellt und war zugleich der Eröffnungskurs des Handels an der EEX.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Leipzig (red) - Die Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) meldet das erste Kundengeschäft in ihrem Kohlendioxid-Markt über eine Bank. Die Stadtwerke Lemgo haben über die BHF-Bank (Frankfurt) 10.000 Emissionsrechte gehandelt.

Damit sei erstmalig die Möglichkeit wahrgenommen worden, eine Bank als Intermediär zu nutzen, ohne selbst Handelsteilnehmer der EEX zu sein, teilte die EEX mit. Es reiche, wenn die Bank selbst zum Handel mit Emissionsrechten an der EEX zugelassen ist. Ein solches Geschäft werde wie beim privaten Aktienhandel an der Wertpapierbörse über ein Depot bei dieser Bank abgewickelt.

Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 12.800 Zertifikate gehandelt. Mittlerweile seien 98 Teilnehmer für Geschäfte in diesen EU Allowances technisch freigeschaltet. Zudem wurde am Freitag mit 18,15 Euro pro Emissionsrecht ein neuer Rekordpreis erreicht. Der bislang niedrigste Kurs wurde am 9. März mit 10,40 Euro festgestellt und war zugleich der Eröffnungskurs des Handels an der EEX.

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