Entsorgung

Bagger zerlegen früheres Brennelemente-Nasslager

Auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Lubmin bei Greifswald gehen die Abrissarbeiten am ehemaligen atomaren Nasslager in die entscheidende Phase. Die dekontaminierten Anlagen seien bereits ausgebaut, der Abriss des Gebäudes stehe umittelbar bevor.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Lubmin (ddp/red) - Nach der Öffnung des mehr als 30 Meter hohen Gebäudekomplexes brechen die Bagger seit Januar die früheren Lagerbecken ab, wie die Energiewerke Nord (EWN) am Mittwoch mitteilten.

In dem seinerzeit mit Wasser gefüllten, rund zehn Meter tiefen Hochsicherheitsbassin waren bis 2006 zeitweise bis zu 4547 abgebrannte, hoch radioaktiv strahlende Brennelemente deponiert worden. Nach der Umlagerung des Kernbrennstoffs in Castorbehälter und der Überführung in das neue Zwischenlager Nord seien die dekontaminierten Anlagen ausgebaut und das Gebäude zum Abriss freigegeben worden, sagte EWN-Sprecherin Marlies Philipp.

Insgesamt müssen bis August rund 1300 Tonnen Schrott und 40.000 Tonnen Beton entsorgt werden. Der Abbau der beiden ostdeutschen Kernkraftwerke in Lubmin und Rheinsberg soll 2012 weitgehend abgeschlossen sein. Er kostet nach EWN-Angaben rund 3,2 Milliarden Euro und wird vom Bund finanziert.

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