Geschäftsbilanz

badenova erreicht gestreckte Ziele

Der Freiburger Energieversorger bilanzierte in dieser Woche das vergangene Geschäftsjahr. "Wir haben unsere in der Wirtschaftsplanung gefassten Ziele erreicht und dies trotz einer insgesamt gedämpften wirtschaftlichen Entwicklung", erläuterte Vorstandssprecher Dr. Thorsten Radensleben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Freiburg (red) - Das badenova-Jahresergebnis wurde am stärksten durch das Produkt Erdgas geprägt, das für mehr als zwei Drittel des Jahresumsatzes steht. Hier verzeichnete badenova Mengenwachstum durch ein insgesamt kälteres Jahr (im langjährigen Vergleich war jedoch auch das Jahr 2003 überdurchschnittlich warm) und durch die Gewinnung von Neukunden, insbesondere im Privatkundenmarkt. Die Steigerung der Umsatzerlöse bei Erdgas um knapp zehn Prozent auf 472 Millionen Euro ist auf die Erhöhung des Weltölpreisniveaus zurückzuführen.

Die im gesamten badenova-Netz abgesetzte Stromenge stieg um drei Prozent auf 1252 Millionen Kilowattstunden. Zwar nahm die Menge des von Dritten im badenova-Netz durchgeleiteten Stromes nochmals um 58 Millionen Kilowattstunden auf 274 Millionen Kilowattstunden zu, doch wurde dies nahezu durch die Vervierfachung der Strommenge ausgeglichen, die badenova jetzt in den Netzen Dritter absetzt (49 Millionen Kilowattstunden).

Als besonders erfreulich wertete Radensleben die Steigerung des Absatzes von "Regiostrom" nach einer längeren Phase der Stagnation. 2003 konnte badenova 37,3 Millionen Kilowattstunden Regiostrom absetzen, 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Kunden legte um 200 auf 9950 zu. Radensleben: "Mit Regiostrom haben wir ein glaubwürdiges Produkt, das den ökologischen Umbau in der Region spürbar unterstützt." Mit Mitteln des Regiostroms wird nicht nur ein stark nachgefragtes Fotovoltaik-Förderprogramm umgesetzt, sondern zahlreiche ökologische Projekt im Energiebereich gefördert. Mittlerweile hat badenova über 300 "Regiostromquellen" am Oberhein und im Schwarzwald unter Vertrag.

Durch die Installierung einer Regulierungsbehörde rechnet badenova mit verstärktem Druck auf die Durchleitungsentgelte, dem die technischen Bereiche des Unternehmens mit noch effizienterem Kostenmanagement begegnen wollen. Die Vorschriften zum sogenannten Unbundling würden tiefgreifende organistorische Eingriffe bringen. Das Thema Emissionshandel hätte bereits hochkomplexe neue Auftragslagen ins Unternehmen gebracht, von denen noch nicht klar sei, wie sich bürokratischer und administrativer Aufwand einerseits und das Eintreten der angestrebten Ziele in Zukunft die Waage halten werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromnetz Ausbau

    EVO: Grundlegend neue Organisation binnen weniger Monate

    Matthias Brückmann, seit einem Jahr Vorstandsvorsitzender der Energieversorgung Offenbach AG, zieht Zwischenbilanz - und kommt zu dem Ergebnis, dass man "viele Räder ins Rollen" gebracht hat. Der Energieexperte bereinigte die EVO-Produktpalette und legte den Fokus auf Strom, Erdgas, Wasser, Fernwärme und Müllverbrennung.

  • Stromnetz Ausbau

    Diese Woche in Berlin: 1. Deutscher Regulierungskongress

    In Berlin fand in dieser Woche der 1. Deutsche Regulierungsprozess statt. Knapp 200 Teilnehmer verschafften sich bei dem von Euroforum organisierten Kongress einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen. Wir veröffentlichen nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Beiträge.

  • Strom sparen

    Emissionshandel: VIK kritisiert Bevorzugung von Erdgas

    Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) befürchtet eine Verschlechterung sowie Verteuerung des deutschen Energie-Mixes zu Lasten der Energieverbraucher. Grund ist die einseitige Bevorzugung von Erdgas, obwohl ein breiter Energie-Mix die beste Garantie für eine nachhaltige Energieversorgung sei.

  • Energieversorung

    VIK-Rundumschlag: Energieintensive Unternehmen werden zu stark belastet

    Mit der Perspektive zunehmender Energiekosten gehen die deutschen Unternehmen in Deutschland in das Jahr 2004. Anlässlich der diesjährigen Jahres-Pressekonferenz des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) unterstrich der VIK-Vorsitzende Horst R. Wolf die zunehmend schwierigere Wettbewerbssituation der in Deutschland ansässigen Unternehmen.

  • Stromtarife

    HEAG Versorgungs-AG und Südhessische Gas und Wasser AG: Gelungenes Unbundling

    HEAG Versorgungs-AG und Südhessische Gas und Wasser AG bilden als künftige HSE einen Unternehmensverbund mit ihren Töchtern und Beteiligungen entega, citiworks, Nohl und der Ökostromtochter NaturPur. Die Vertriebe für Strom und Gas sind bereits seit dem 1. Januar 2002 in der entega zusammengefasst.

Top