Antragsteller ausgezeichnet

Baden-Württemberg: Wirksame Erfolge für Klimaschutz

Innerhalb von zwei Jahren gingen für das Kohlendioxid-Minderungsprogramm in Baden-Württemberg bereits über 1000 Förderanträge ein. Vergangenen Freitag wurden drei Antragstellern feierlich die Förderbescheide ausgehändigt, um die hinter dem Erfolg der Programme stehenden Menschen zu ehren.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

"Selten war ein Förderprogramm so erfolgreich und wurde so häufig nachgefragt. Dies zeigt, wie wichtig den Menschen die Themen Energiesparen und Klimaschutz in ihrem eigenen Umfeld sind", erläuterte der baden-württembergisch Staatssekretär Dieter Hillebrand vom Umwelt- und Verkehrsministerium. Am vergangenen Freitag händigte er feierlich die Förderbescheide an den 999. Antragsteller (Evangelische Kirchengemeinde Loßburg), den 1000. Antragsteller (Sonnenbergklinik in Stuttgart) und den 1001. Antragsteller (Fa. B.A. Rieger Kunststoffverarbeitung) aus. Damit sollen die hinter dem Erfolg der Programme stehenden Menschen ausgezeichnet und geehrt werden.

Rund zwei Jahre nach dem Start des Förderprogramms "Kohlendioxid-Minderungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie kirchliche Einrichtungen" ging im Juli 2004 bereits der 1000ste Förderantrag ein. Rund 800 Anträge wurden positiv beschieden und damit Investitionen der Antragssteller in Höhe von insgesamt rund 45 Millionen Euro mit 8,25 Millionen Euro bezuschusst. Das Förderprogramm ist ein Teilprogramm der "Klimaschutz-Plus"-Programme des Umwelt- und Verkehrsministeriums, für die jährlich neun Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung stehen.

Der wesentliche Ansatz der "Klimaschutz-Plus"-Programme sei es, dass sich die finanzielle Förderung an der eingesparten Kohlendioxid-Menge orientiere. "Damit bleibt es den Antragstellern überlassen, ob die Einsparungen durch Steigerung der Effizienz oder durch Einsatz regenerativer Energie erzielt werden", betonte Staatssekretär Hillebrand.

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