Pilotphase

Baden-Württemberg will kommunales Energiemanagement verbessern

Im kommenden Jahr werden sich erstmals in einer dreijährigen Pilotphase baden-württembergische Städte und Gemeinden am "European Energy Award" beteiligen. Das von der Europäischen Union unterstützte Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystem soll zu Energieeinsparung in Kommunen beitragen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart (red) - "Es gibt erhebliche Potenziale, das kommunale Energiemanagement zu verbessern", mahnte Umweltministerin Tanja Gönner bei der Vorstellung des Programms. Eine effizientere Nutzung von Energie spare nicht nur Kosten, sondern verringere außerdem den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid. Mit der Teilnahme an dem Projekt soll vor allem die Grundlage für einen grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch geschaffen werden.

"Es gibt gute Ansätze und Konzepte, Energie einzusparen und außerdem verstärkt alternative Energien zu nutzen. Die Kommunen können viel voneinander lernen", sagte Gönner weiter. Dazu stellt das Umweltministerium in der dreijährigen Pilotphase insgesamt etwa 210 000 Euro zur Verfügung, bis zu 15 Kommunen könnten sich beteiligen. Projektbegleiter sind die regionalen Energieagenturen.

"Durch die Beteiligung am System des European Energy Award können sich baden-württembergische Städte und Gemeinden mit anderen europäischen Kommunen messen und praktische Erfahrungen austauschen. Der europaweite Vergleich schafft Transparenz und gibt zugleich einen Ansporn, die eigenen Anstrengungen weiter zu entwickeln", zeigte sich Gönner überzeugt.

Der European Energy Award (EEA) ist ein europäisches Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystem, das die Leistungen kommunaler Energie- und Klimaschutzpolitik systematisch erfasst, bewertet und auszeichnet sowie einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess einleitet. Die Anträge der baden-württembergischen Städte und Gemeinden müssen bis 28. Februar 2006 beim Umweltministerium eingereicht werden.

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