50 Euro pro Tonne

Baden-Württemberg setzt Klimaschutz-Förderprogramme fort

Baden-Württemberg setzt seine Klimaschutzprogramme zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes fort und fördert sämtliche Maßnahmen auch in diesem Jahr mit knapp neun Millionen Euro. Ziel ist, dass bis 2025 über eine Million Tonnen weniger Kohlendioxid in die Luft gelangt.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (red) - "Jede Tonne weniger Kohlendioxid ist ein Erfolg. Die Programme Klimaschutz-Plus und Klimaschutz-Plus für Kommunen und Landkreise werden trotz der schwierigen Haushaltslage im selben Umfang wie bisher fortgeführt", kündigte der baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsminister Stefan Mappus in Stuttgart an.

Ziel der Förderprogramme sei es, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid maßgeblich und dauerhaft zu senken. Dabei bleibe es den Antragstellern überlassen, ob sie die Verringerung des Kohlendioxidausstoßes durch Energiespar-Maßnahmen oder durch den Einsatz regenerativer Energien erzielen wollen. Denn es werde nicht eine bestimmte Technologie gefördert, sondern jede Tonne weniger Kohlendioxid. Für beide Förderprogramme stünden auch in diesem Jahr insgesamt neun Millionen Euro zur Verfügung.

"Seit dem Jahr 2001 haben wir mehr als 1200 Förderanträge bewilligt. Durch unsere Förderungsmaßnahmen werden bis 2025 über eine Million Tonnen weniger Kohlendioxid in die Luft gelangen", bilanzierte Mappus die bisherigen Erfolge der beiden Klimaschutz-Programme. Mit einer Förderung von 50 Euro pro Tonne eingespartem Kohlendioxid seien die Klimaschutz-Plus-Programme ein attraktives Konzept, denn kostengünstiger und effektiver ließen sich Klimaschutzmaßnahmen kaum finanzieren.

Eine finanzielle Förderung von Maßnahmen ist ab zehn Tonnen eingespartem Kohlendioxid möglich, wobei vom Land bis zu 25 Prozent der Investitionskosten übernommen werden können. Bei der Umsetzung der Klimaschutzprogramme arbeitet das Umwelt- und Verkehrsministerium mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreise

    Weitere Kommunen sollen klimaneutral werden

    Neun baden-württembergische Kommunen sollen Vorreiter beim Klimaschutz werden. Wie Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) am Montag mitteilte, handelt es sich um Karlsruhe, Freiburg, Ludwigsburg, Horb am Neckar, Lörrach, Emmendingen, Staufen und die Gemeinden Allensbach und Aspach.

  • Hochspannungsmasten

    Mehr Transparenz: Energie- und Heizkosten sind zweite Miete

    "Der Energiesparpass wird das öffentliche Bewusstsein dafür verschärfen, weil damit Energieverbrauchsdaten ausgewiesen werden müssen. Mehr Transparenz kann zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz beitragen", sagte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner diese Woche in Stuttgart.

  • Strompreise

    2003: Anteil der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg gesunken

    Nach vorläufigen Erhebungen des Statistikamtes wurden 2003 in Baden-Württemberg fast 5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt. Lauf- und Speicher-Wasserkraftwerke hatten dabei einen Anteil von 84 Prozent. Durch den trockenen Sommer sank jedoch der Anteil an der gesamten Stromerzeugung.

  • Strom sparen

    Suche nach Endlager-Standort in Schweiz beschäftigt auch Baden-Württemberg

    Zur Vermeidung von Auseinandersetzungen mit den Betroffenen hat Baden-Württemberg das Bundesumweltministerium bereits im Dezember 2003 gebeten, die Beteiligung der deutschen Seite am Verfahren zur Einrichtung eines Endlagers in der Nordschweiz durch ein zwischenstaatliches Regierungsabkommen zu regeln.

  • Energieversorung

    Teufel will Erdwärme aus "Schattendasein" holen

    Um sein Land zum Vorreiter bei der Nutzung von Erdwärme zu machen, startete Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) gestern eine Initiative zur Förderung der Geothermie. Sie sieht u.a. die finanzielle Unterstützung eines Geothermie-Kraftwerks am Forschungszentrum Karlsruhe vor.

Top