Sparen durch Wärmedämmung

Baden-Württemberg setzt EnergieSparCheck fort

Besitzer von Häusern, die vor 1984 gebaut wurden, verschwenden möglicherweise viel Geld und Energie durch unzulängliche Wärmedämmung. Das Bundesland Baden-Württemberg hat seine Aktion "EnergieSparCheck" noch bis Ende 2003 verlängert - so können Hausbesitzer für 75 Euro Dämmungsschwachstellen von Energieberatern erkennen lassen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Baden-Württemberg setzt die landesweite Aktion "EnergieSparCheck" für Hauseigentümer und Kommunen bis zum 31. Dezember 2003 fort. Das kündigte Umwelt- und Verkehrsminister Ulrich Müller an und zog gleichzeitig eine positive Bilanz der seit 1999 etwa 16 000 durchgeführten Beratungen. Wer Außenwände, Dach, Fenster, Kellerdecke und Heizungsanlage überprüfen lassen will, zahlt so noch in diesem Jahr nur 75 Euro.

"Durch das Energiesparen können Hausbesitzer und Kommunen nicht nur den Klimaschutz und die Wirtschaft unterstützen, sondern langfristig gesehen auch ihre Haushaltskasse entlasten", erläuterte Müller gemeinsam mitKlaus Hackert, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags. Durch Maßnahmen wie beispielsweise die effiziente Wärmedämmung von Wänden, Dach und Kellerdecke, den Einbau von Wärmeschutzfenstern und die Installation modernster Heiztechnik können Hauseigentümer wie Kommunen viel erreichen. Durchschnittlich benötigt man für das Heizen von einem Quadratmeter Wohnraum in Deutschland 20 bis 22 Liter Heizöl im Jahr. Mit einer optimalen Wärmedämmung und einer modernen Heizung reichen sechs bis acht Liter.

Das Umwelt- und Verkehrsministerium bietet den EnergieSparCheck gemeinsam mit dem baden-württembergischen Handwerkstag an. Den Check selbst erledigen die Energieberater. Er umfasst eine Analyse des "Ist-Zustandes" von Außenwänden, Dach, Fenstern, Kellerdecke und Heizungsanlage durch eine sorgfältige Datenaufnahme vor Ort. Mit Hilfe von EDV-Programmen werden hieraus je nach baulichem Zustand sinnvolle Sanierungsvorschläge erarbeitet und die daraus resultierenden Energie- und Kohlendioxid-Einsparungen berechnet. Eine Prioritätenliste ordnet Sanierungsvorschläge nach Kosten-Nutzen-Aspekten. "Schon Häuser, die vor 1984 gebaut wurden, gehören zum Altgebäudebestand. Hier wird oft unwissentlich viel Energie und Geld verschwendet. Wer dauerhaft sparen will, sollte jetzt die Investitionen tätigen", betonten Müller und Hackert abschließend.

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