Statistik

Baden-Württemberg: Primärenergieverbrauch auf Vorjahresniveau

Das Statistische Landesamt in Baden-Württemberg hat jetzt die Energiebilanz für 2002 vorgelegt: Wichtigster Energieträger war das Mineralöl (39 Prozent). An zweiter Stelle steht die Kernenergie mit 26 Prozent, gefolgt von Erdgas (17 Prozent) und Kohle (13 Prozent). Erneuerbare Energien folgen mit drei Prozent.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Der Primärenergieverbrauch in Baden-Württemberg blieb 2002 mit knapp 1620 Petajoule (1 Petajoule entspricht dem Heizwert von 34 000 Tonnen Steinkohle oder 278 Millionen Kilowattstunden) auf dem Vorjahresniveau. Das geht aus der vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg vorgelegten Energiebilanz für 2002 hervor. Der Anteil des Landes am Primärenergieverbrauch von Deutschland betrug dabei elf Prozent.

Wichtigster Energieträger war laut Energiebilanz das Mineralöl mit einem Anteil von 39 Prozent am Primärenergieverbrauch. An zweiter Stelle steht die Kernenergie mit 26 Prozent, gefolgt von Erdgas (17 Prozent) und Kohle (13 Prozent). Erneuerbare Energieträger wie Wasserkraft, Windkraft und Klärgas erreichten einen Anteil von zwei Prozent am Primärenergieverbrauch. Aus Abfällen wurde ein Prozent des Primärenergieverbrauchs abgedeckt.

Während der Primärenergieverbrauch von Mineralöl und Mineralölprodukten im Vergleich zu 2001 um fünf Prozent zurückging, nahm der Verbrauch von Erdgas um 14 Prozent zu. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. So betrug der Mineralölanteil am Primärenergieverbrauch 1992 noch 46 Prozent, Erd- und Erdölgas lag hingegen nur bei 13 Prozent. Der Einsatz von Kernenergie stieg gegenüber 2001 um drei Prozent, der Verbrauch von Kohle ging leicht zurück (minus ein Prozent). Die größten relativen Veränderungsraten bei allerdings geringen Grundwerten wurden mit plus 86 Prozent für die erneuerbaren Energieträger Wind- und Solarenergie festgestellt.

Die verbrauchte Energie musste zu 97 Prozent aus dem Ausland und den anderen Bundesländern bezogen werden. Nur drei Prozent der Primärenergie wurde in Baden-Württemberg gewonnen. Es handelt sich dabei um die erneuerbaren Energieträger sowie um den in Müllverbrennungsanlagen erzeugten Strom.

Die Hälfte der verbrauchten Endenergie entfiel im Jahr 2002 auf die privaten Haushalte und die sonstigen Kleinverbraucher. 20 Prozent wurden vom verarbeitenden Gewerbe (einschließlich Bergbau) verbraucht.

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