Klimaschutz

Baden-Württemberg: Förderung großer Wasseranlagen großer Erfolg

Im Gegensatz zum Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Wasserkraftwerke mit einer Leistung von mehr als fünf Megawatt von der Förderung ausnimmt, sieht die EU-Richtlinie auch eine Unterstützung von großen Wasserkraftanlagen vor. Baden-Württemberg zeigt sich darüber sehr erfreut.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die EU ermöglicht mit einer neuen Richtlinie die Förderung von großen Wasserkraftanlagen. Für diese wichtige Regelung zum Klimaschutz haben wir seit langem gekämpft. Nun ist die Bundesregierung am Zug. Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz muss nun konsequenterweise auch die große Wasserkraft einbeziehen", forderten der baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsminister Ulrich Müller und sein Kollege aus dem Wirtschaftsministerium Walter Döring.

Die Landesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energiequellen von derzeit knapp sechs Prozent bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Dazu sei der weitere Ausbau der Wasserkraft in Baden-Württemberg, die bereits nahezu fünf Prozent der gesamten Stromerzeugung und damit den größten Anteil der regenerativen Energiequellen ausmache, unverzichtbar. "An den großen Flüssen Neckar und Rhein besteht noch ein hohes Ausbaupotential. Um dieses Potential zu nutzen, bedarf es aber finanzieller Fördermöglichkeiten, die es bislang in keiner Weise gegeben hat", erklärten die Minister weiter. Allein mit dem Neubau des Wasserkraftwerkes Rheinfelden sowie dem Einbau je einer fünften Turbine in den Kraftwerken Gambsheim und Iffezheim am Oberrhein könnte eine zusätzliche Jahresproduktion von etwa 600 Millionen Kilowattstunden erreicht werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Photovoltaik Dächer

    Doppelförderung für Solarstrom wird bestraft

    Wer für seinen Solarstrom schon die Einspeisevergütung kassiert, der darf nicht auch noch in vollem Umfang von der Stromsteuer befreit werden. Das verbietet das Doppelförderungsverbot. Wer die Steuerbefreiung nicht beim Netzbetreiber meldet, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen.

  • Ökostrom

    Studie: Bis 2030 ist in allen G20-Ländern Ökostrom am günstigsten

    Einer Studie zufolge kommt der günstigste Strom 2030 in sämtlichen G20-Ländern aus Windparks oder Solaranlagen. Bereit 2015 war demnach die Windenergie die günstigste Energiequelle in vielen Ländern Europas, in Südamerika, China und Australien.

  • Stromnetz Ausbau

    TEAG betreibt erstes eigenes Windrad

    Mit dem ersten eigenen Windrad will die TEAG jetzt aktiv an der Stromerzeugung aus regenerativen Energien teilnehmen. Das Bundesland Thüringen hat im vergangenen Jahr 296,6 Millionen Kilowattstunden Strom aus regenerativen Energien erzeugt.

  • Strom sparen

    Baden-Württemberg baut Nutzung erneuerbarer Energien aus

    Die Förderung von Demonstrationsvorhaben für die Nutzung erneuerbarer Energien soll in Baden-Württemberg im kommenden Jahr um etwa 400 000 DM aufgestockt werden.

  • Energieversorung

    FDP: Lenkt Rot-Grün bei erneuerbaren Energien ein?

    Die FDP zeigt sich erfreut darüber, dass sich SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Verbraucherausschuss gegen die Kürzung bei der Förderung der erneuerbaren Energien ausgesprochen haben.

Top