Für Bauherren und Hauseigentümer

Baden-Württemberg fördert "Oberflächennahe Geothermie"

Baden-Württemberg sei prädestiniert, eine Vorreiterrolle zu übernehmen, da weite Teile des Landes nachweislich die günstigsten Voraussetzungen in Mitteleuropa für die Erdwärmenutzung bieten, begründete Baden-Württembergs Ministerpräsident Teufel das Engagement. Es gibt einen Zuschuss bei der Errichtung einer Wärmepumpe.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Baden-Württemberg wird die oberflächennahe Geothermie im Rahmen des Förderprogramms "Klimaschutz-Plus" des Ministeriums für Umwelt und Verkehr fördern."Die Erdwärmenutzung ist ein wichtiger Baustein, um die von der Landesregierung geplante Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energie an der Stromerzeugung zu schaffen", begründeten Ministerpräsident Erwin Teufel, Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Umweltminister Stefan Mappus ihr Engagement.

"Das Programm wird in kosteneffizienter Weise gemeinsam von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) und der L-Bank umgesetzt", erläuterte Umweltminister Mappus. Die "Förderung der oberflächennahen Geothermie" mit der Zielgruppe Bauherrn und Hauseigentümer ergänze die bisherigen Förderbereiche des Programms für Kommunen und Landkreise einerseits und für Firmen und kirchliche Einrichtungen andererseits. Im Rahmen des neuen Förderbereichs werde die Installation von Erdwärmesonden in Verbindung mit Wärmepumpen für den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser mit 14 Euro pro Laufendmeter Erdwärmesonde gefördert. Die Obergrenze pro Projekt liege bei 250 Laufendmetern, was einem Zuschuss von 3500 Euro entspreche.

Zusätzlich werde das Land Demonstrationsvorhaben fördern, um auch der so genannten tiefen Geothermie, das heißt Geothermiekraftwerken, zum Durchbruch zu verhelfen, kündigte Wirtschaftsminister Pfister an. Bei der tiefen Geothermie würden über Förderbohrungen im Bereich zwischen zwei und vier Kilometern Tiefe wärmeführende Schichten erschlossen, zum Beispiel Wasser mit Temperaturen von etwa 130 bis 150 Grad Celsius oder heiße Gesteinsschichten, die zur Erwärmung von zugeführtem Wasser genutzt werden könnten. Die dadurch gewonnene Wärme könnte zur Stromgewinnung und Wärmeversorgung verwendet werden. Im Landeshaushalt würden für diese Förderung der tiefen Geothermie in 2006 Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro und Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von ebenfalls zwei Millionen Euro für das Jahr 2007 bereitgestellt.

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