Umweltschutz ist HiPP

Babynahrungshersteller HiPP setzt auf Erneuerbare Energien

HiPP geht mit gutem Beispiel voran: In der Produktion von Babynahrung wird fast nur noch Energie aus erneuerbaren Quellen verwendet. Für sein Engagement wurde Claus Hipp in den Rat für Nachhaltige Entwicklung aufgenommen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Der deutsche Babynahrungshersteller HiPP stellt seine Energieversorgung weitestgehend auf erneuerbare Energiequellen um: Seit Februar dieses Jahres ist das HiPP-Stammwerk im oberbayrischen Pfaffenhofen an das neuerrichtete Biomasse-Heizkraftwerk Pfaffenhofen angeschlossen. Ab Vollbetrieb des Kraftwerkes Ende Mai wird HiPP den erheblichen Teil des Werksbedarfs an Warmwasser und Wasserdampf aus erneuerbarer Energie beziehen. Dies spart den gesamten Bedarf an Heizöl und Erdgas (im Jahr 2000: 403 419 Liter Heizöl und 34 044 310 Kubikmeter Erdgas) ein und ersetzt die fossilen Brennstoffe durch umweltfreundliche Alternativen. Der ökologische Wert der Umstellung: Der Atmosphäre bleiben damit etwa 7800 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid pro Jahr erspart.


"Umweltschutz ist bei uns als unverrückbares Grundprinzip in allen Bereichen des Unternehmens integriert", erklärte Dr. Claus Hipp, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, bei der Präsentation der neuen Anlage. "Der Einsatz umweltfreundlicher Technologien, Ressourcenschonung und nachhaltiges Wirtschaften sind fixer Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Unseren Beitrag zum Klimaschutz nehmen wir besonders ernst: Die Reduktion der klimaschädigenden Emissionen ist im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens und der Verantwortung für zukünftige Generationen eine vorrangige Aufgabe für Industrie und Politik. Dass unser Unternehmen in diesem Frühjahr seinen Teil dazu beiträgt, war mir ein wesentliches persönliches Anliegen." HiPP plant, pro Jahr etwa 7000 Megawattstunden Warmwasser und 36 000 Megawattstunden Wasserdampf vom Heizkraftwerk zu beziehen. Das Biomasse-Heizkraftwerk Pfaffenhofen befindet sich seit Januar 2001 in der Erprobungsphase, der Regelbetrieb soll im Juni 2001 beginnen. Die Anlage dient der Erzeugung von Strom, Dampf, Fernwärme und Kälte und hat eine thermische Leistung von bis zu 50 Megawatt. Mit etwa sechs Megawatt elektrischer Leistung sollen jährlich etwa 40 Gigawattstunden in das öffentliche Netz eingespeist werden. Als Brennstoff kommen Holzhackschnitzel aus unbehandelten Hölzern (Waldhackschnitzel und Sägewerksresthölzer) zum Einsatz.


In Anerkennung seiner Verdienste für den Umweltschutz und seiner Rolle als Vorsitzender des Umweltausschusses des Deutschen Industrie- und Handelstages wurde Dr. Claus Hipp von Bundeskanzler Gerhard Schröder als eines von 17 Mitgliedern in den Rat für Nachhaltige Entwicklung eingeladen, der bis zur Rio-Nachfolgekonferenz in Johannesburg 2002 eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiten soll.

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