Standpunkt

B.A.U.M, BJU und BUND: Ökosteuer weiterführen

Weil sie in der Ökosteuer ein wirksames Mittel sehen, den Einsatz fossiler Energien zu reduzieren, haben die Verbände B.A.U.M., BJU und BUND eine Weiterführung der Ökosteuer gefordert. Steigendes Umweltbewusstsein, hohe Treibstoffpreise und Ökosteuer seien für einen Rückgang des Benzinverbrauchs verantwortlich.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Bundesverband junger Unternehmer (BJU), der ökologische Unternehmensverbund B.A.U.M. (Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sehen in der Weiterführung der Ökosteuer eine zentrale Aufgabe der rot-grünen Regierung. Der Koalitionsvertrag müsse deshalb klare Aussagen zur ökologischen Steuerreform und zum Ausbau erneuerbarer Energien machen.

Dr. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "SPD und Grüne müssen zu früheren Aussagen stehen und an der Ökosteuer festhalten. Ein neuer Koalitionsvertrag ist nur mit der Weiterführung der ökologischen Steuerreform glaubwürdig. Die umweltpolitische Erfolgsgeschichte der Ökosteuer muss über das Jahr 2003 hinausgehen." Dr. Christoph Zschocke, Präsidiumsmitglied und Leiter der Umweltkommission des BJU: "Die Rückgabe der Ökosteuer-Einnahmen an die Bürger und Unternehmen schafft neue Arbeitsplätze und entlastet die Umwelt. Langfristig festgelegte moderate Ökosteuer-Stufen verbessern die Einsatzmöglichkeiten innovativer und energiesparender Technologien in mittelständischen Unternehmen."

Die Verbände sehen in der Ökosteuer ein wirksames Mittel, den Einsatz fossiler Energien zu reduzieren. Nach jahrelangem Anstieg sei zwischen 1999 und 2001 der Benzin- und Dieselverbrauch im Verkehrssektor erstmals zurückgegangen. Ursache sei ein Zusammenspiel von steigendem Umweltbewusstsein, hohen Treibstoffpreisen und Ökosteuer. Auch wachse der Anteil verbrauchsarmer Fahrzeuge stetig: Von 0,35 auf über zwei Prozent bei neuen Fahrzeugen, die wenige als fünf Liter Kraftstoff verbrauchen.

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