Stromerlöse gingen zurück

Avacon zieht positive Jahresbilanz 2000

Die Helmstedter Avacon AG blickte in der Bilanz-Pressekonferenz zum Jahr 2000 auf ein kräftiges Wachstum im ersten vollen Geschäftsjahr zurück. Der Jahresüberschuss stieg um knapp 24 Prozent.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
"Es war für unser noch immer recht junges Unternehmen ein zwar nicht leichtes, aber doch auch sehr gutes erstes Jahr", fasste Avacon-Vorstandschef Dr. Klaus Deparade auf der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz die Unternehmensergebnisse für das Jahr 2000 zusammen.

"Wir haben im Jahr 2000 konsequent unseren Weg fortgesetzt, Avacon als attraktive Dienstleistungsmarke weiter zu entwickeln", betonte auch Vertriebsvorstand Jochen Schnoor. Kundenverluste seien gering geblieben, die Gruppe der sogenannten Vertriebspartner sei sogar gewachsen. Dabei handelt es sich um besonders eng mit Avacon verbundene Stadtwerke und Regionalversorger, die Strom oder Gas für ihre Kunden von Avacon als Vorlieferant beziehen. Dazu gehören beispielsweise die Stadtwerke Hameln, Bad Pyrmont und Lemgo. Den Stromabsatz konnte Avacon auf 15 Milliarden Kilowattstunden steigern (plus vier Prozent). Die Stromerlöse gingen jedoch gleichzeitig um 14,2 Prozent auf etwa 1,9 Milliarden DM zurück. Beim Gasabsatz verzeichnete Avacon aufgrund der recht milden Wintermonate einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 36,3 Milliarden Kilowattstunden. Die Gaserlöse stiegen dennoch stark an und erreichten fast 1,5 Milliarden DM (plus 35 Prozent).

Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 322,5 Millionen DM (plus 84,4 Prozent). Ursachen für diese Entwicklung waren vor allem deutlich gestiegene Umsatzerlöse und rückläufige Personalaufwendungen. Auch das Finanzergebnis entwickelte sich positiv und stieg auf 36,8 Millionen DM (plus 32,4 Prozent). Nach Abzug der Steuern verblieb für das Geschäftsjahr 2000 ein Jahresüberschuss von 195,4 Millionen DM (plus 23,7 Prozent). "Dieser Anstieg drückt am deutlichsten aus, wie sehr unser Unternehmen im vergangenen Jahr an Leistungskraft gewonnen hat", freute sich Finanzvorstand Dr. Ingo Luge. Mit dem Jahr 1999 sei die 2000er Bilanz aber aus vielen Gründen nur sehr bedingt vergleichbar. Denn, so Luge: "1999 war das Jahr der Fusion mit all ihren Sondereffekten. 2000 aber war das Jahr der Konsolidierung und auch schon des Wachstums. An diesem Ergebnis werden die künftigen Jahre zu messen sein."

Die erfolgreiche Entwicklung drückte sich auch in der Dividende aus: Insgesamt schüttete Avacon für das Jahr 2000 an die Aktionäre 107,8 Millionen DM aus. Dies entsprach einer Dividende von 20 Prozent (1999: 16 Prozent) auf das Grundkapital. Damit stieg die Dividende binnen Jahresfrist um 25 Prozent, wovon in besonderem Maße die zahlreichen kommunalen Avacon-Aktionäre in Niedersachen und Sachsen-Anhalt profitierten, denen knapp 29 Prozent des Aktienkapitals gehören.

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