Kronsberger Solargespräch

Avacon legt neue Studie zum Potenzial der Sonnenenergie vor

Eine vom niedersächsischen Energieversorger Avacon in Auftrag gegebene Studie zum Potenzial von Solarenergie hat ergeben, dass etwa sieben Prozent der bundesweit vorhandenen Dachflächen grundsätzlich für eine größere Nutzung von Sonnenenergie zur Verfügung stehen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Über die Möglichkeiten und Grenzen der Solarenergie in Deutschland diskutierten auf Einladung des Energiedienstleisters Avacon namhafte Referenten beim zweiten Kronsberger Solargespräch in Hannover. Grundlage war eine von Avacon aktuell vorgelegte Studie über das Solarenergiepotenzial für größere Anlagen. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie ist, dass bundesweit etwa sieben Prozent der vorhandenen Dachflächen grundsätzlich für eine Nutzung durch größere Solarwärme- oder Solarstromanlagen zur Verfügung stehen.

Etwa 70 Architekten, Installateure, Kommunalpolitiker sowie Mitarbeiter von Kommunen und Behörden informierten sich im Stadtteilzentrum Kronsberg über die energiepolitischen Zukunftsaussichten der Solarenergie. Daniel Becker von der Deutschen Energie-Agentur in Berlin schilderte die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen in Deutschland. Anne Kreutzmann, Chefredakteurin der Fachzeitschschrift Photon referierte über die Perspektiven der Kostenentwicklung bei Photovoltaik-Anlagen. Als Vertreter von BP Solar, die in Kürze in Hameln ein Werk zur Solarzellenproduktion errichten wird, schilderte Stefan Müller die Marktsituation und die Investitionsbereitschaft aus Sicht eines Investors. Dr. Klaus Deparade, Vorstandsvorsitzender von Avacon, machte deutlich, dass es keine Renditeüberlegungen sind, die den Energiedienstleister beispielsweise zu Aktivitäten bei der Nutzung der Solarenergie veranlassen: "Entsprechende Projekte sind vielmehr unser Beitrag, ökologisch sinnvollen Lösungen überhaupt erst eine Chance am Markt zu eröffnen." Die Solarenergie und die regenerativen Energien insgesamt seien dabei kein Einzelfall. Auch für die Kraft-Wärme–Kopplung und die Wärmepumpentechnik gelten laut Deparade ähnliche Beweggründe.

Stefan Rieke, Leiter des Bereichs Anwendungsberatung bei Avacon, stellte die wichtigsten Ergebnisse der Studie vor, die Avacon unter dem Titel "Potenzialanalyse zur Nutzung von Solarenergie" bei der Niedersächsischen Energie-Agentur in Auftrag gegeben hat. Anhand einer exemplarischen Untersuchung des Landkreises Lüchow-Dannenberg und der Region Hannover wurde das dortige Potenzial für große Anlagen ermittelt. Die Ergebnisse wurden anschließend hinsichtlich einer Übertragbarkeit auch auf andere Regionen überprüft. Die Studie kommt zu der Aussage, dass das theoretische Dachflächen-Potenzial insgesamt recht hoch ist. Praktisch nutzbar für Objekte, die deutlich größer sind als private Ein-Familien-Anlagen, sind allerdings nur etwa sieben Prozent.

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