Avacon AG geht im September an den Markt

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Jetzt ist es "wasserdicht": Die fünf regionalen Energiedienstleiter EVM (Magdeburg, 723 Millionen DM Umsatz), FSG (Salzgitter), HASTRA (Hannover, 1788 Millionen DM Umsatz), Landesgas (Sarstedt, 359 Millionen DM Umsatz) und ÜZH (Helmstedt, 401 Millionen DM Umsatz) schließen sich zu einem neuen Unternehmen namens "Avacon AG" zusammen. Die Eigentümerversammlungen aller fünf Fusionspartner haben den Zusammenschluß jeweils nahezu einstimmig gebilligt. Die Vorstände von EVM, HASTRA, Landesgas und ÜZH hatten die Fusion bereits im September des vergangenen Jahres vorgeschlagen.


Die einzelnen Unternehmen reichen zur Zeit alle für den Zusammenschluß erforderlichen Unterlagen bei ihren zuständigen Handeslregistern ein. Die Fusion soll jedoch erst dann tatsächlich wirksam werden, wenn die Verschmelzung zur Avacon ins Handelsregister beim Amtgsericht Helmstedt, wo das neue Unternehmen seinen Sitz haben wird, eingetragen ist. Dies wird voraussichtlich Mitte August erfolgen. Der offizielle Marktauftritt der Avacon soll Anfang September beginnen - wenn in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt die Schulferien zu Ende sind.


Ab dem Spätsommer also wird die Avacon rund 1,1 Millionen Kunden mit Dienstleistungen rund um Strom, Gas, Wärme und Wasser versorgen. Mit einem Absatz von rund 15 Milliarden Kilowattstunden Strom und beinahe 40 Milliarden Kilowattstunden Gas gehört Avacon vom Start weg zu den führenden Energiedienstleistern Deuschlands.


Mit Kampfpreisen will die Avacon AG auf den bundesdeutschen Markt drängen: das künftige Preisniveau berücksichtigend, hat man die Umsatzerwartung für die ersten zwölf Geschäftsmonate um bereits 400 Millionen DM auf 3,4 Milliarden DM nach unten korrigiert.


Größter Stromlieferant der künftigen Avacon ist die PreussenElektra, die heute gegenüber dem Strom-Magazin Preissenkungen "in absehbarer Zeit" signalisierte.

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