In Sachsen-Anhalt

Australier wollen Fabrik für Solarzellen in Wolfen-Thalheim bauen

Der australische Solarzellen-Hersteller CSG Solar AG will demnächst für 40 Millionen Euro ein Werk in Sachsen-Anhalt errichten. Dort soll dann erstmals ein Verfahren industriell genutzt werden, das der Solar-Forscher und Träger des Alternativen Nobelpreises Martin Green entwickelt hat.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Halle (ddp-lsa/sm) - Eine neue Fabrik zur Herstellung von Solarzellen soll im nächsten Jahr in Wolfen-Thalheim entstehen. Wie die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" kürzlich berichtete, will mit der CSG Solar AG erstmals ein australischer Investor nach Sachsen-Anhalt kommen und ein Werk für 40 Millionen Euro errichten.

In der ersten Ausbauphase werden demnach 100 Arbeitsplätze entstehen, wobei sich diese Zahl Vorstandschef David Hogg zufolge innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 1000 erhöhen könne. Zu den Gesellschaftern des Unternehmens gehöre unter anderem der benachbarte Solartechnik-Spezialist Q-Cells, der mittlerweile 500 Mitarbeiter beschäftigt.

In Wolfen-Thalheim soll erstmals ein Verfahren industriell genutzt werden, das der Solar-Forscher und Träger des Alternativen Nobelpreises Martin Green entwickelt hat. Dessen Angaben zufolge kann damit der Einsatz von Silizium um das Dreihundertfache verringert werden. Das so genannte Dünnschicht-Verfahren habe die zweite Solarzellen-Generation ermöglicht. Trotz des enorm reduzierten Materialeinsatzes sollen die neuen Module, die mit bis zu drei Metern Länge und Breite hergestellt werden können, eine Stromausbeute erreichen, die bei 75 Prozent bisher üblicher Zellen liegt.

Top