Ausstieg aus der Kernenergie trotz Sicherheitsfortschritt?

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
In Politik und Öffentlichkeit wird die Sicherheit deutscher Kernkraftwerke unterschiedlich eingeschätzt. Obwohl sie hinsichtlich Anlagenverfügbarkeit und Sicherheitsstandard weltweit führend sind, gelten Sicherheitsargumente als Hauptgrund für den Kernenergieausstieg. Dabei werden die Sicherheitsfortschritte der letzten 15 Jahre offenbar ignoriert. Die Einführung des "accident management" - als eine der Lehren aus dem Harrisburg-Störfall - und die seit Ende der 80er Jahre durchgeführten Nachrüstungen haben das ohnehin hohe Sicherheitsniveau der deutschen Anlagen noch mal entscheidend erhöht.


Welche konkreten Sicherheitsfortschritte hat es in der Kerntechnik gegeben? Ist die Schnittstelle "Mensch/Technik" eine beherrschbare Schwachstelle? Welche Beiträge leistet die internationale Kooperation in der Sicherheitsforschung? Ist ein Bauverbot für neue Reaktoren, bei denen unfallbedingte dauerhafte Schäden außerhalb der Anlage ausgeschlossen werden können, verantwortbar? Auf all diese Fragen gibt der Vortrag "Ausstieg aus der Kernenergie trotz Sicherheitsfortschritt" von Prof. Dr..-Ing. Franz Mayinger eine Antwort. Mayinger hält ihn am 6. Juni im Forum im Pressehaus in Bonn. Beginn mit einem Stehempfang ist um 18 Uhr.


Prof. Mayinger war u.a. von 1971 bis 1992 Mitglied der Reaktorsicherheitskommission; in den Jahren 1983, 1984 und 1990 ihr Vorsitzender. Zudem war der studierte Maschinenbauer Vorsitzender der Störfallkommission. Der Bayrischen Elite-Akademie steht er als Wissenschaftlicher Leiter seit August 1998 vor.


Weitere Informationen über die Veranstaltung gibt es unter Fon: 0228-507226.

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