Glück auf!

Ausstellung dokumentiert Wandel nach der Kohle

In sechs Containern wird der Prozess der Sanierung der einstigen Braunkohlelandschaft dargestellt, dessen markantestes Zeichen die Abflachung der steilen Böschungen ist. Riesige Panoramatafeln verdeutlichen diese Prozesse. Die Ausstellung eröffnet am 3. Juli in Ferropolis bei Gräfenhainichen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Gräfenhainichen (ddp-lsa/sm) - Eine Ausstellung in Ferropolis bei Gräfenhainichen soll die Umwandlung einer einstigen Braunkohlelandschaft dokumentieren. Am 3. Juli wird die Exposition "Glück Auf! Neue Landschaften nach der Kohle" in der so genannten Stadt aus Eisen eröffnet, wie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mitteilte.

In einem atemberaubenden Tempo seien in den vergangenen Jahren aus Bergbauwüsten attraktive Seenlandschaften geworden. Ein "maritimes Klima" entstehe, Heidestädte würden zu Hafenstädten, aus Bergleuten würden Tauchlehrer. In nur einem Jahrzehnt sei zwischen Harz und Zittau, zwischen der Oder und der Saale in ehemaligen Braunkohlerevieren um Bitterfeld, Merseburg und Leipzig sowie in der Lausitz eine Seenlandschaft mit einer Ausdehnung von 280 mal 80 Kilometern neu gestaltet worden. Der Bund und die Länder Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Thüringen haben dieses Programm bisher mit 7,5 Milliarden Euro finanziert.

In sechs Containern wird der Prozess der Sanierung dargestellt, dessen markantestes Zeichen die Abflachung der steilen Böschungen ist. Riesige Panoramatafeln verdeutlichen diese Prozesse, Videoaufnahmen zeigen mögliche Gefahren und eine überdimensionale Karte lässt die Ausmaße der neu entstehenden Seenlandschaft erahnen. Die Wasserfläche der Bundesrepublik vergrößere sich um ein Viertel, ein seit den Eiszeiten einmaliger Vorgang.

Die Ausstellung wird bis Ende August in Ferropolis zu sehen sein. Danach präsentiert die Wirtschaftsförderung Leipziger Land GmbH die Schau auf dem Gelände des Vergnügungsparks "Belantis". Im Juli 2006 wandert die Ausstellung voraussichtlich in die Lausitz.

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