enviaM und Bundeswehr

Ausbildungsoffensive in Südbrandenburg

Der Chemnitzer Energieversorger envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), die bildungszentrum energie GmbH (bze), die Bundeswehr und die Landesregierung Brandenburg machen gegen den Lehrstellennotstand in Brandenburg mobil. In dieser Woche starteten sie gemeinsam eine Ausbildungsoffensive für Südbrandenburg.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Im Rahmen des sogenannten "Südbrandenburger Modells", einer Variante des "Schaumburger Modells" der Bundeswehr, stellt enviaM zwölf zusätzliche Ausbildungsplätze bereit, die von der Bundeswehr und der Landesregierung Brandenburg finanziell gefördert werden. Elf Jugendliche werden vom Unternehmen zum Energieelektroniker, ein Jugendlicher zum Bürokaufmann ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden alle Jugendlichen von der Bundeswehr als Soldat auf Zeit für acht Jahre in die Feldwebellaufbahn (entspricht der Qualifizierung zum Meister) übernommen.

Die Zusammenarbeit der Partner ist langfristig angelegt. Auch in den kommenden Jahren werden im Rahmen des Projektes zusätzliche Ausbildungsplätze mit Übernahmegarantie der Bundeswehr bereitgestellt. In Südbrandenburg erfolgt die Koordination des Projektes durch die enviaM-Tochtergesellschaft bze. Diese war maßgeblich an der Entwicklung des Schaumburger Modells in Südbrandenburg und Sachsen-Anhalt beteiligt. In Sachsen-Anhalt ist das Modell bereits im Jahr 2002 erfolgreich eingeführt worden. "Mit der Ausbildungsoffensive wollen wir ein Zeichen für die Jugendlichen in Südbrandenburg setzen. Der Nachwuchs braucht eine berufliche Perspektive, die wir ihm mit diesem Modell geben wollen", erläutert Franz Holtgreve, enviaM-Vorstand Personal/Zentrale Dienste und Arbeitsdirektor.

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres Ende August nehmen bei enviaM insgesamt 97 neue Lehrlinge ihre Ausbildung auf. Davon entfallen 26 auf Brandenburg. Mit dann 325 Auszubildenden ist das Unternehmen einer der größten Ausbildungsbetriebe in den neuen Bundesländern. Die Jugendlichen werden in 13 verschiedenen Berufen ausgebildet.

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