Beteiligung

Aufsichtsrat der Wuppertaler Stadtwerke favorisieren RWE und Luxemburger Cegedel als Partner

Der Aufsichtsrat der Wuppertaler Stadtwerke AG hat sich dafür ausgesprochen, dass sich RWE Plus mit 20 Prozent und der Luxemburger Energieversorger Cegedel mit 13,3 Prozent am Versorgungsbereich des Unternehmens beteiligen. Die Empfehlung fußt auf dem Ergebnis eines über die letzten sieben Monate durchgeführten, internationalen Auswahlverfahrens.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

RWE Plus und der Luxemburger Energieversorger Cegedel sollen sich mit 33,3 Prozent an dem Versorgungsbereich der Wuppertaler Stadtwerke (WSW AG) beteiligen. Dafür sprach sich der Aufsichtsrat der WSW AG am Samstag aus. Die Empfehlung fußt auf dem Ergebnis eines über die letzten sieben Monate durchgeführten, internationalen Auswahlverfahrens, das von KPMG Corporate Finance durchgeführt wurde. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag wird die Stadtverwaltung in die Sitzung des Rates der Stadt Wuppertal am 16. Dezember 2002 einbringen.

Von der angestrebten Gesamtbeteiligung von 33,3 Prozent werden 20 Prozent von RWE Plus und 13,3 Prozent von Cegedel übernommen werden. Die Beteiligung soll im Rahmen eines Tracking Stock-Modells erfolgen, das eine Beteiligung nur am Versorgungsbereich der WSW AG (Energie- und Wasserversorgung) erlaubt, ohne dass das Unternehmen, das unter anderem auch den öffentlichen Personennahverkehr in Wuppertal betreibt, aufgespalten werden muss. Das finanzielle Angebot für die Gesamtbeteiligung von 33,3 Prozent beläuft sich insgesamt auf etwa 232 Millionen Euro.

Nach Auffassung des Aufsichtsrats wird das Unternehmen durch die von RWE Plus angebotenen Einlagen erheblich gestärkt. Darüber hinaus hätte RWE den Aufbau eines Multi Utility Competence Centers am Standort Wuppertal angeboten, das einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bedeutet. Neben der Vermarktung von Energiedienstleistungen und Multi Utility-Produkten sollen auch neue Produkte entwickelt werden.

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